Motorradreisen – Tipps Fürs Gepäck

Gut vorbereiten, sicher fahren

Viele Motorradfreunde planen Ihre Reise selbst, allerdings gibt es besonders bei Motorradtouren im Ausland, vor allem außerhalb Europas, einiges zu bedenken. Wie unterscheiden sich die Vorschriften für den Straßenverkehr, gibt es besonder Anforderungen an das Motorrad, sind Impfungen oder Vignetten nötig und vieles mehr. Hier können erfahrene Reiseveranstalter hilfreich sein, aber auch Automobilclubs wie der ADAC haben kompetente Mitarbeiter, die gern Auskunft geben.

Endlich steht das Ziel fest, die Strecke ist ausgesucht sowie in Etappen unterteilt, Unterkünfte sind ebenfalls klar. Jetzt rücken Bike und Gepäck in den Fokus der Reisplaner. Natürlich wird das Motorrad vor der Reise noch einmal richtig durchgecheckt, bekommt vielleicht sogar neue Reifen. So viele Tage im Motorradsattel strengen an, deshalb macht sich der Fahrer ebenfalls fit, trainiert das lange Sitzen, kräftigt Arme und Rücken. Eine mehrtägige Reise mit dem Bike ist mehr als eine Ausfahrt bei schönem Wetter. Das voll beladene Zweirad muss auch bei Regen beherrscht werden, mit dem vielen Gepäck fährt und bremst es ohnehin anders. Ein Sicherheitstraining vor Beginn der Fahrt ist ratsam.

Packliste – Motorradtrip

Dem Gepäck gebührt sowieso besondere Aufmerksamkeit, schließlich ist die Ladefläche von Motorrad oder Motorroller begrenzt, da will überlegt gepackt sein. Wer in festen Bikerquartieren, Hotels oder Pensionen übernachtet, muss nicht ganz so viel mitnehmen. Viele Biker verbringen gern die Nächte des Motorradurlaubes im eigenen Zelt, dann kommt zu den unerlässlichen Dingen wie Hygieneartikel und Kleidung noch eine Campingausrüstung mit aufs Bike.Anzeige

Mit dem Motorrad auf Reisen
Eine Motorradtour bereitet sowohl in der Gruppe wie auch allein viel Freude

Unter anderem sollte ein gut sortiertes Set Bordwerkzeug dabei sein, genau wie Ersatzbirnen, Zündkerze, etwas Motoröl und Isolierband. Neben üblichen Artikeln zur Körperpflege empfehlen sich auch Feuchttücher und eine Rolle Toilettenpapier. Sonnencreme und Mückenschutz nicht vergessen! Eine gut gefüllte Verbandstasche mit Rettungsdecke ist nicht verkehrt, darüber hinaus sind Schmerztabletten, Kühlgel und Mittel gegen Durchfall sinnvoll. Wechselwäsche, T-Shirt, Hose, Halstuch und ein warmer Pullover sollten ins Gepäck, ein paar Turnschuhe, aber sofern relevant auch Badeschlappen und eine Badehose.

Mit dem Motorrad unterwegs – was sonst noch zu beachten ist

Die Reise mit dem Motorrad ist sorgfältig geplant, Bike und Mensch sind fit, die Ausrüstung auf dem Motorrad verstaut, dann kann der Urlaub beginnen. Immer mehr Biker nutzen für die Anreise in weit entfernte Urlaubsgebiete den Autozug der Bahn und kommen ausgeruht an. Andere fahren mit dem Auto ins Zielgebiet und nehmen die Maschine auf dem Anhänger mit. Diese Methoden sparen Zeit und schonen die Motorradreifen.

Dann kommt endlich der Moment, wo der Biker in den Sattel steigt und losfährt, natürlich mit einer intakten Schutzkleidung. ADAC-Experten raten zu einer gut sitzenden Lederkombi. Diese werden immer öfter aus speziell behandeltem Leder hergestellt, das Wasser und Sonnenstrahlen abweist.

Außerdem empfehlen sich für längere Fahrten auf der lauten Autobahn Ohrstöpsel, die für den Straßenverkehr zugelassen sind. Dank moderner Kommunikationsanlagen müssen Motorradfahrer nicht auf Musik, Telefon oder die Navi-Ansage verzichten. Auf diese Weise können sich auch die Mitglieder von Motorradreisegruppen untereinander verständigen.

Veranstalter von Motorrad-Gruppenfahrten legen vorher die Regeln fest, informieren über Sammelpunkte und sorgen für ausreichend Pausen. Alleinreisende Motorradurlauber müssen selbst an die Rast denken und noch bevor die Konzentration nachlässt anhalten. Reizvolle Aussichtspunkte oder einladende Raststätten sind ideal für die Pause. Ein Kaffee tut gut, darüber hinaus sollte ein großes Glas Wasser oder Schorle getrunken werden. Üppige Mahlzeiten liegen bei der Weiterfahrt nur schwer im Magen, leichte Snacks, Obst, Nüsse oder Gemüsesticks sind besser. Bevor es wieder in den Sattel geht, sind noch ein paar Schritte zu Fuß, vielleicht sogar leichte Dehnungsübungen sinnvoll.

Motorradtrip Romantik

Bleibt zu hoffen, dass die Reise mit dem Motorrad traumhaft wird und nicht mit einem Albtraum endet. Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht und nicht alles kann der Biker selbst beeinflussen. Er kann aber auf seine Leistungsfähigkeit achten, die Fahrweise den örtlichen Gegebenheiten anpassen, das Motorrad in Schuss halten und sorgfältig bepacken. Damit ist schon viel getan, tritt dennoch ein Schaden ein, ist eine gute Versicherung unbezahlbar.

Nützliche Utensilien für einen Trip mit dem Motorrad

Ein Tankrucksack bietet viele Vorteile

Ein praktisches Teil für Motorradreisende ist der Tankrucksack. Der Fahrer erreicht ihn im Sitzen, deshalb werden darin die Dinge aufbewahrt, die schnell greifbar sein müssen. Dabei werden schwerere Utensilien möglichst weit nach unten gepackt. In diesem Gepäckstück sind beispielsweise Handy, Navi, Kamera, Verpflegung, Regenhose, Halstuch und Straßenkarte gut aufgehoben. Bei einem Tankstopp sollte der Rucksack schnell abnehmbar sein.

Ein Tankrucksack sollte aus reißfestem, beschichteten Material sein, um einiges auszuhalten. Für Regen sollte ein entsprechender Regenschutz Bestandteil des Rucksacks sein. Gerade für den Motorradurlauber sind diese Eigenschaften vorteilhaft. Ob zum Tankstopp, Museumsbesuch oder ins Restaurant, wird der Rucksack mitgenommen und alle wichtigen Utensilien sind immer „am Mann“. Während der Fahrt reicht ein kurzer Halt und schon kommt der Fahrer an Handy oder Taschentücher heran oder kann sich auf der sichtbaren Straßenkarte orientieren. Für einen kurzen Tripp, wenn das Gepäck bereits sicher im Quartier steht, reicht die Bodenplatte mit dem transparenten Fach aus. An Motorrädern mit nichtmagnetischen Tanks lassen sich Tankrucksäcke mit Riemen oder dem Quick-Look-Tankring-System befestigen.

Tipp: Zur Sicherheit ein Gepäcknetz. Je nach Art der Motorradreise unterscheidet sich die Menge des Gepäcks. Reisende, die in Bikerunterkünften, Hotels oder Pensionen übernachten, nehmen vor allem Toilettenartikel und Kleidung mit. Damit bleibt das Reisegepäck überschaubar. Viele Biker übernachten gern im Zelt, wollen so viel wie möglich draußen sein und müssen demzufolge wesentlich mehr Gepäckstücke unterbringen. Damit sich während der Fahrt nichts löst, sollte die gesamte Ladung optimal gesichert sein. Für sicheren Halt sorgt ein elastisches Gepäcknetz, das über die Gepäckteile gespannt wird. Befestigt wird es mit sechs S-Haken. Zusätzlichen Halt geben einzeln spannbare Gepäckriemen.

Andere Gepäckstücke werden an der Rückseite oder seitlich am Bike verstaut. Satteltaschen, Koffersysteme und Gepäckrollen stehen in vielen Varianten zur Auswahl, da ist für jedes Bike und jeden Fahrer etwas Passendes dabei. Wobei schwere Dinge immer nah am Schwerpunkt der Maschine platziert werden müssen.

Was enthält ein Verbandskasten für Motorräder?

Ein Motorrad Verbandset enthält alle wichtigen Verbandsmaterialien, wie beispielsweise Pflaster, Verbandspäckchen, ein Verbandtuch und noch vieles mehr. Eigentlich enthält er alles das, was für eine Erstversorgung bei einem Unfall benötigt wird. Ebenfalls zum Inhalt zählt eine Rettungsdecke, die vor Unterkühlung schützt, sowie Einmal-Handschuhe zum Schutz des Helfenden vor Krankheiten und Ansteckungen, aber auch zum Schutz vor Verunreinigungen beim Verletzten. Der Verbandskasten kann aufgrund seiner Packmaße auf dem Motorrad so deponiert werden, dass dieser schnell griffbereit ist. Wir empfehlen eine regelmäßige Überprüfung von dem Inhalt auf ein etwaiges Ablaufdatum. Denn ist dieses überschritten, so sind die enthaltenen Verbände, Kompressen und Pflaster nicht mehr steril und sollten dringend ersetzt werden.

Reise-Werkzeug-Set für Motos gehört dazu

Während einer längeren Reise mit dem Motorrad kann immer mal etwas kaputtgehen. Mit Geschick und dem nötigen Werkzeug sind kleine Pannen schnell selbst behoben, kaum ein Biker wird ohne Bordwerkzeug losfahren. Oft passiert ein Malheur, wenn weit und breit keine Werkstatt in Sicht ist. Andererseits gehen Werkstattbesuche schnell ins Geld und sind nicht immer nötig. Ein Reise-Werkzeugset macht also Sinn.

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