Zwei um die Welt – In 80 Tagen ohne Geld

Die beiden Zwillinge Hansen und Paul Hoepner sind zwei Travel-Fanatiker, welche die besondere Herausforderung suchen. So fuhren beide bereits mit dem Fahrrad fast 14.000 Kilometer von Deutschland nach China. Nachdem das strampelnde Abenteuer im Alltag schon etwas in Vergessenheit geraten war, suchten beide eine neue Herausforderung …

Zwei um die Welt – In 80 Tagen ohne Geld

Diese fanden Sie in der Umsetzung der Neuauflage des Romans von Jules Verne „In 80 Tagen um die Welt“. Während der damalige Protagonist Phileas Fogg mit einem Vermögen von 20.000 Pfund damals praktisch über unbegrenzte Ressourcen verfügte, versuchen die Hoepner-Brüder dieselbe Strecke ohne eigenes Geld zu überwinden.

Um die Welt ohne Geld? Ja, aber nicht ohne Ideen. So lautete die Basis-Strategie der beiden mit Arbeiten während des Trips, aber auch dem Verkauf von selbstgebastelten Schmuck die Reise zu finanzieren. Betteln hingegen war keine Option! Aufgrund der kurzen Dauer von 80 Tagen waren so aber keine monatelangen Handlanger-Jobs möglich, um auf das nötige Kleingeld zu gelangen.

Von Berlin nach Amerika

Der Trip beginnt in Berlin und die Globetrotter starten mit ihrer vorbereiteten, zum Teil selbstentworfenen Ausrüstung. Innerhalb von 12 Tagen gelangen Sie in erster Linie per Anhalter nach Lissabon, wo sie zehn Tage verbringen, um das Geld für den Flug nach Kanada aufzutreiben.

Dabei verzichten die Brüder auf jeglichen Luxus und schlafen in Grünanlagen oder zur Not auch auf einer Verkehrsinsel. Immer wieder werden Passanten aufmerksam und greifen hilfsbereit unter die Arme. In Kanada angekommen nutzen die Globetrotter ihr handwerkliches Geschick und durchqueren Amerika noch vor der Hälfte der Reisefrist.

Über Asien zurück nach Berlin

In Japan, China, Thailand und Indien kommt die Unternehmung, die bis dato wie am Schnürchen verlief ins Stocken. Das liegt vor allem darin begründet, dass die Lebenskosten dort deutlich geringer sind und das benötigte „Kleingeld“ nicht so ohne weiteres aufgetrieben werden konnte. Das Glück den Hoepners aber hold und mit einiger Verzögerung und der Aufnahme körperlicher Strapazen schaffen diese es letztlich doch noch bis nach Berlin. Dabei erkrankt Hansen kurz vor dem Ende noch am Denguefieber und die beiden sind froh „heil“ wieder anzukommen und keineswegs traurig, dass der Trip letztlich länger als 80 Tage gedauert hat.

Fazit

Beeindruckendes Abenteuer, welches sich leichtflüssig lesen lässt. Die Hoepner-Brüder profitieren von ihrem (handwerklichen) Geschick und sonstigen Fähigkeiten. Dennoch gelingt es nicht immer den Menschen herum das Reiseziel glaubhaft zu erklären, was insbesondere in ärmeren Regionen den Leser moralisch zweifeln lässt. Schließlich sind die Brüder mit elektronischem Equipment bestens ausgestattet, was bei gleichzeitig leerer Geldbörse bisweilen absurd wirken muss. Dennnoch spannend geschrieben und für Fans von packenden Reiseberichten womöglicher der richtige ‘Thriller’.

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