Benimmregeln Flugzeug – kleiner Flugzeug Knigge

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Benimmregeln Flugzeug – Mit diesen Tipps stressfrei fliegen

Nur wenige Menschen können es sich leisten, Business-Class oder sogar erster Klasse zu fliegen. Die müssen mit Hunderten anderer Fluggäste in engen Sitzreihen verbringen – im Volksmund gern als “Fliegen mit der Holzklasse” bezeichnet. Wer nicht aufpasst, kommt schnell in Körperkontakt mit dem Nachbarn, denn selten sind Economy-Sitze heutzutage breiter als 46 Zentimeter, und der Abstand zum Vordermann ist auf Kurzstrecken inzwischen auf unter 76 Zentimeter geschrumpft – vergleiche hierzu auch die Konditionen der Lufthansa Economy Class. Wirtschaftlichkeit geht vor Komfort! Doch Massenabfertigung und eine gestresste Crew sind kein Freibrief für reisende Rüpel.

Rücksichtloses Verhalten im Flugzeug vermeiden

Drängler sind nicht schneller! Egal, wie sehr manche versuchen, die beste Startposition für die Einstieg zu ergattern, erst wenn alle sitzen, geht es los 😉 Auch beim Aussteigen hilft es nicht, aufzuspringen und sich nach vorn zu kämpfen, um möglichst als Erster die Passkontrolle zu passieren. Spätestens am Gepäckband warten alle wieder vereint auf ihre Koffer.

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Wenn wir die nächsten Stunden Ellbogen and Ellbogen nebeneinander sitzen, sollten wir uns begrüßen. Wenigstens sollten wir die Sitznachbarn mit einem freundlichen Nicken zur Kenntnis nehmen. Den Zwang zur Unterhaltung gibt es schließlich nicht. Im Gegenteil, an den nonverbalen Signalen des Gegenübers ist zu erkennen, ob er überhaupt angesprochen werden will.

Umgang mit Gepäckfach und Platzwahl

Das Gepäckfach gehört allen. Ansprüche auf den Platz direkt über dem eigenen Sitz gibt es nicht. Jeder muss also seine Sachen da unterbringen, wo er Platz findet. Falls nur der Platz unter dem Sitz bleibt: darauf achten, dass das Gepäck die Beinfreiheit anderer nicht einschränkt.

Grundsätzlich sollten die, die in der Mitte sitzen, als Erste gefragt werden, ob sie die Armlehne beanspruchen wollen, sie haben ohne Zweifel die schlechteren Sitze. Wenn nur zwei nebeneinander sitzen, einigt man sich.

Flugzeugknigge
Befehlston unangebracht: Auch die Mitglieder der Crew freuen sich über eine höfliche Ansprache

Streitfall Rückenlehne und Sichtblende – Rücksicht nehmen

Über nichts regen sich Passagiere mehr auf als über eine zu weit zurückgestellte Rückenlehne. Einer Umfrage des London City Airport zufolgt ärgert das 63 Prozent der Befragten. Die Gründe hierfür sind offensichtlich, der Vordermann liegt einem schließlich fast im Schoß, und der Betroffene kann daran überhaupt nichts ändern. Wer also seine Rückenlehne nach hinten kippen will, sollte sich netterweise umsehen. Ist der Nachbar mit dem Essen noch nicht fertig, kann man noch ein paar Minuten warten.

Sichtblende rauf, Sichtblende runter. Kein Zweifel, wer am Fenster sitzt, hat die Kontrolle über Licht und Schatten – aber auch die Verantwortung. Wenn die Mehrheit schläft, bleiben sie unten. Auch der ruhende Sitzgenosse nebenan muss nicht mit einer unbedacht nach oben gezogenen Sichtblende wieder ins Diesseits geblendet werden. Gibt es eine traumhafte Aussicht, dann drückt sich der zuvorkommende Fensterplatzbesitzer schon mal in die Rückenlehne, damit die Reisenachbarn den Blick ebenfalls genießen können.

Der Gang zur Toilette

In einer Boeing 747 mit runde 360 Passagieren gibt es bis zu 20 Toiletten. Besonders nach dem Essen und vor der Landung bilden sich lange Warteschlangen davor. In solchen Stoßzeiten lange auf dem stillen Örtchen zu trödeln ist rücksichtslos. Und noch etwas: Ein möglichst sauberes WC zu hinterlassen, ist nicht nur Höflichkeit, sondern Pflicht.

Es gibt zahlreiche Anlässe, bei längeren Flügen aufzustehen. Viele halten sich beim Aufstehen an der Vorderlehne fest und vergessen, dass dies den Vordermann erheblich stören könnte. Wer ruckartig und mit viel Gewicht die Lehne als Stütze anpackt, reißt leicht den anderen aus dem Schlaf. Wer oben an der Lehnenkante nach Halt sucht, greift nicht selten in den Schopf des Fluggastes, der seinen Kopf angelehnt hat. Ein kurzer Blick auf den anderen und vorsichtigere Bewegungsabläufe sorgen für ein störungsfreies Aufstehen.

Umgangston mit dem Flugpersonal

Und zum Schluss: Trotz eines bezahlten Flugtickets und des damit verbundenen Anspruchs auf eine Transportleistung mit Heißgetränk freut sich die Crew über höfliches Verhalten. Arroganz und Befehlston sind also unangebracht. Die Umfrage des London City Airport bestätigt das. So fühlen sich dann nicht nur die Flugbegleiter schlecht behandelt, sondern auch über die Hälfte des Passagiere nervt so ein Benehmen.