Paris – Weekend-Trip Guide

Planung mit Hindernissen

Paris – die Stadt der Liebe, natürlich fahre ich mit meinem Freund dorthin. Zu Weihnachten überraschte er mich mit einem Gutschein für ein Wochenende in Paris. Inklusive im Gutschein: darf NICHTS machen, keinen Plan, nichts buchen, nichts zahlen – gar nichts. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau ob ich mich freuen oder fürchten soll, denn mein Freund ist nicht gerade ein guter Organisator und Termine einhalten, etwas vorausplanen und etwas organisieren gehört absolut nicht zu seinen Stärken.

Letzten Endes entschied ich mich fürs freuen und wir legten als grobes Datum das Pfingstwochenende fest. 1 Tag vor Abreise kümmerte er sich dann darum, dass die Katze verstaut wurde und Begann mit der Planung der Reise – meiner Meinung nach viel zu spät, daher verbrachte er auch die ganze Nacht damit.

Tipp: Frühzeitig mit der Planung anfangen!

Die Planung beginnt

Nachdem ich endlich sein okay bekam wenigstens die Route zu planen, setze ich mich mit dem Paris Reiseführer und Karte hin und organisierte den Tagesablauf für die 4 Tage. Dank des wirklich tollen Reiseführers hatte ich nun 4 Routen herausgearbeitet und es fehlte nur noch der Weg von A nach B. Um 22 Uhr abends setze mein Freund sich dann auch mal da dran. Dass wir um 5 Uhr aufstehen mussten war ihm dann egal, denn das Ergebnis zählte und das war klasse. Mit Google Maps konnte er den kürzesten Weg zwischen den Stationen heraussuchen, mit der passenden Metrolinie und jede Fahrt, Route etc. in seinem Handy speichern, sodass dies auch ohne Internet abrufbar war – Chapeau!

Auf geht’s nach Paris!

In nur 3 Stunden und 15 Minuten ist man mit dem Thalys von Köln in Paris – das sollte man wirklich ausnutzen. Also wer die Möglichkeit hat an einem der Thalys Haltestellen einzusteigen Fahrt mit dem Zug nach Paris. Die Sitze sind sehr bequem, man hat etwas mehr Platz als in normalen Zügen, einen Klapptisch und wer will kann sich WLAN mit dazu buchen. Ich schlief fast die ganze fahrt und so gingen diese 3 Stunden ziemlich schnell rum.

Am Gare du Nord angekommen, stiegen wir direkt in die Linie 4 – Richtung Châtelet, stiegen dort in die Linie 1 Richtung La Defense und fuhren 30 Minuten fast bis zur Endstation zu unserem Hotel. Dieses lag nicht in Paris, sondern in einer Nachbarstadt – La Defense, war aber super schnell zu erreichen. Die Metro fährt alle 2-3 Minuten, hat kaum Verspätung und die Linie 1 fährt sogar ganz von alleine ohne Fahrer. Nach 10 Fußminuten erreichten wir dann unser Hotel: Le Dauphin.

Das Le Dauphin ist ein sauberes, gemütliches 3 Sterne Hotel. Die Mitarbeiter sind freundlich und sprechen gut englisch, das Zimmer war immer sauber, in der Lobby stand ein Kaffeeautomat an dem man sich jederzeit bedienen konnte und das Zimmer war auch super. Verhältnisweise recht klein, aber dafür war das Badezimmer einfach klasse. Neu gestaltet, modern und mit LED Dusche.

Gegen Mittag brachen wir dann direkt wieder auf um unser Tagespensum zu schaffen. Mit der Linie 1 ging es wieder Richtung Stadt, 1x umsteigen und schon nach 20 Minuten standen wir vor dem Eiffelturm. Mein erster Gedanke: “Wow, ist das Ding hässlich”. Ein großer Metallklotz. Die Schlange für den Aufstieg war unfassbar lang und da wir nur begrenzte Zeit hatten kam dies nicht in Frage. Mein Freund hatte einen Ausflug gebucht, eine Bootsfahrt über die Seine, 1 Stunde. Nachdem wir das Schiff gefunden hatten ging es auch schon direkt los und ich musste meine Meinung zu dem Eiffelturm sofort wieder revidieren – er ist wundervoll. Ich habe ihn aus jeder nur möglichen Position fotografiert und von allen 1000 Bildern ca. 300 nur von ihm geschossen …

Die kleinere Freiheitsstatue in der Nähe des Eiffelturms

Montparnasse

Die Bootsfahrt auf der Seine

Stationen: Eiffelturm, Assembleé Nationale – Musee D’ Orsay – Academie Francaise – wenden – Louvre – Obelisque de la Concorde – Grand et petit Palais – Palais de Chaillot – wenden- Freiheitsstatue und “Mini-New-York” – wieder zurück zum Eiffelturm.

Mini-Fazit:

Nur zu empfehlen. Wenn ihr in Paris seid und nur ein paar Tage dort seit, bucht diesen Ausflug. Einige Dinge wie z.B. das Musée d’Orsay sollte man einfach gesehen haben – allerdings reicht es vollkommen es von außen zu sehen. Und da es zu Fuß doch sehr lange dauert all diese Sehenswürdigkeiten abzuklappern, ist eine Bootstour dafür bestens geeignet.

Foto TippNach der Bootstour suchten wir uns abseits des Eiffelturm ein Restaurant um etwas zu essen, denn in naher Umgebung gab es nur die völlig überteuerten Touristencafés. Wir fanden einen tollen Italiener “Di Napoli” wo wir die Beste Pizza in unserem Leben aßen. Im Gegensatz zu den kleinen Nudelportionen die maßlos überteuert waren, lag diese große Pizza mit 10€ im Preis-Leistungsverhältnis weit über dem Durchschnitt.

Tipp: Wenn ihr in Frankreich seit – bestellt euch eine Pizza! Unglaublich aber wahr, wir aßen insgesamt 3 Stück und waren jedes Mal hellauf begeistert. Preislich das günstigste, geschmacklich absolut super.

Für Eltern verboten: Paris
  • Klay Lamprell
  • Herausgeber: NG Buchverlag GmbH
  • Auflage Nr. 1 (07.10.2013)
  • Broschiert: 96 Seiten
Let it rain

Nach dem leckeren Mittagessen steuerten wir unser zweites Ausflugsziel an: Tour Montparnasse, der größte Aussichtsturm in Paris. Mit 209 Metern ist dieser auch das größte Haus in ganz Paris. In der 56. Etage (Ja, es gibt einen Aufzug!) ist die Überdachte Plattform des Turm, alles für Touristen ausgerichtet. Es gibt Souvenirs ohne Ende, Cafés und Restaurants, Ferngläser und eine Wahnsinns Aussicht. Eine 360° Sicht durch die Glasfenster, rundherum im Turm. Eine Etage weiter aufwärts geht es hoch aufs Dach. Bei gutem Wetter ist der Tour Montparnasse ein absolutes Must-See! Ein 360° Blick auf ganz Paris, bei gutem Wetter Kilometerweit. Für 16 Euro sollte man diesen Ausflug auf jeden Fall buchen.

Wir hatten leider kein Glück, denn es fing nicht nur an zu regnen, sondern das Wasser wurde mit Eimern vom Himmel gekippt. Klitschnass und sehr enttäuscht durch den dadurch entstandenen Neben über ganz Paris sind wir im Regen nach Hause gefahren. Trotz Regenschirmen kamen wir völlig durchnässt im Hotel an. Ob unsere frisch gewaschenen Schuhe bis zum Nächsten Tag wieder trocken wurde und ob der Regen nachließ, lest Ihr nachfolgend …

Baguette und Süßes zum Frühstück in Paris

Französische Köstlichkeiten

Auf den ersten Programmpunkt freute ich mich ganz besonders: Das französische Frühstück. In einem 3-Sterne Hotel darf man ja nicht allzu viel erwarten, aber ich war begeistert: frische, unheimlich leckere Croissants, Baguette, Tartelettes, French Toast, Waffeln und viele Sorten Marmelade – wie man es in Frankreich erwartet. Zusätzlich gab es noch die Klassiker: Cornflakes, Eier, Wurst, Käse, Obstsalat, Nutella und Honig. Auch Orangensaft gab es zu genüge und der tolle Kaffeeautomat vom Vortag lies auch keine Koffeinwünsche offen.

Zu unserem bedauern regte es wieder und die Regenschirme wurde zu unseren treusten Begleitern. Da die Schuhe zum Glück wieder trocken waren ging es also erneut raus ins Nasse Richtung Hôtel de Ville. Das Rathaus der Stadt Paris ist wunderschön gebaut, drum herum war ein toller Brunnen und liegen viele schöne Geschäfte, u.a. auch das Cafe “Brioche Doree” in dem wir eine heiße Schokolade tranken. Was wir aber wirklich begehrten, war die riesige Auswahl an Tartelettes, Kuchenstücken, Muffins, Teilchen und allen gebackenen Kleinigkeiten die man sich nur vorstellen kann. Alles wunderhübsch verziert und furchtbar teuer. Daher mussten wir uns an dem Anblick satt sehen und beschlossen kurzerhand unsere geplante Route zu verwerfen, denn der Regen wurde immer schlimmer. So schön der Notre Dame vielleicht sein mag – unter strömendem Regen sieht auch er trostlos aus.

Stattdessen suchten wir das Einkaufszentrum Les Halles auf. Dort gibt es alles was Frau sich wünscht, von den klassischen Geschäften wie H&M, Esprit und Six, bis hin zu französischen Läden wie Etam und Jennyfer. Auffallend waren die hohen Preise die eigentlich jeder Laden der zu keiner Franchising Kette gehörte verlangte.

Aber auch einige bekannte Restaurants die eigentlich Einheitspreise haben, boten Kaffee und Burger für mehr Geld an als in Deutschland.

Das Wetter spielt bei der Besichtigung des Louvre eine untergeordnete Rolle

Zufallsbesichtigung

Travel TippGegen Nachmittag schlenderten wir ein wenig durch den Regen als wir ein sehr schönes Gebäude sahen – sofort zückte ich die Kamera und wollte weiter rein gehen, als ich ein Schild mit der Aufschrift “Louvre” sah. Wie es der Zufall wollte, erkundeten wir das berühmte Museum von außen. Der Platz ist gigantisch und wunderschön, die gläserne Pyramide mit einem Brunnen drum herum ist absolut sehenswert. Die Schlange zum Eingang war endlos – also betrachteten wir den Louvre ohne uns die Mona Lisa anzuschauen. Ein kleines Stück weiter musste ich 2 mal hingucken um zu glauben was ich sah – das Brandenburger Tor. Ungläubig gingen wir weiter drauf zu und tatsächlich – dort stand fast identisch das Tor, das eigentlich in Berlin stehen müsste. An den Seiten fehlt jeweils eine Säule, ansonsten ist es gleich.

In der Nähe des Louvre befindet sich das Palais Royal. Das Gebäude stand ebenfalls auf unserer Route und ich wollte es unbedingt besichtigen, der Schlossgarten soll herrlich sein, der Innenhof mit Brunnen und Silberkugeln verziert sein.

Die französische Metro

Da es der Regen auf einmal wieder weniger gut mit uns meinte, machten wir uns auf den Weg Richtung Metro. Diese ist wirklich verwirrend, denn sie gleicht einem unterirdischen Labyrinth. Zwar ein ausgeschildertes Labyrinth, aber dennoch verschachtelte unendlich lange Gänge, wo kein Ende mehr in Sicht ist. Um innerhalb einer Metro-Station vom Gleis 1 zu Gleis 4 zu kommen, muss man schon mal ganze 10-15 Minuten laufen. Oder – man lässt sich gemütlich von einer sehr langsam geradeaus fahrenden und gefühlte Kilometer langen Rolltreppe tragen.

Mittagessen waren wir in einem kleinen französischen Bistro. Auffallend war wieder einmal die Freundlichkeit der Pariser Gastronomen. Wir aßen klassische “French Fries” und auch wenn diese eigentlich in Amerika erfunden wurden, schmecken sie doch köstlich. Anschließend streiften wir durch etliche Souvenirläden die sich reihum hintereinander tummelten. Im Endeffekt hatten zwar alle das gleiche, preislich gab es ebenso wenig unterschiede, doch mich persönlich faszinierten solche Läden. Es gab wirklich alles und ich hätte am liebsten hundert Souvenirs gekauft, aber am Ende blieb es bei einem reduzierten “Tee-Shirt” – wie es so schön auf dem Schild stand

La Defense

Um nicht schon vor 18 Uhr im Hotel zu sein, fuhren wir eine Station als gewöhnlich weiter, zur Endstation La Defense. Dort steht ein wunderschönes Tor direkt neben einem weiteren Einkaufszentrum. Diese sind in Paris elegant und schön gestaltet, ganz anders als in Deutschland. Auch dieses Zentrum hatte viel Auswahl an Läden, und so haben wir den halben Tag eigentlich perfekt überdacht mit shoppen verbracht.

Die kleinen Vintage Läden und Second Hand Shops in den “verwinkelte Gassen” die es in Paris geben soll habe ich leider nicht gefunden. Trotz einiger Tipps im Internet – auf die man sich keinesfalls verlassen sollte – blieb dieser Punkt leider unerfüllt.

Ge“schloss“ene Gesellschaft ?

Seightseeing und Shopping

  • Louvre
    Eines der Top Sehenswürdigkeiten von Paris. Man muss nicht zwingend hinein, aber sollte sich den Platz mit der gläsernen Pyramide auf jeden Fall anschauen. Wer sich das Museum von Innen ansehen möchte, sollte vor Eröffnung um 9:00 Uhr da sein und sich bereits da auf lange Wartezeit einstellen.
  • Hôtel de Ville
    Das Rathaus der Stadt – wunderschön, einen Besuch wert
  • La Défense
    Tolles Einkaufscenter, schöner Vorplatz – wer eh in der Linie 1 sitzt sollte ruhig mal bis zu der Endstation durchfahren. Dort steht auch die “La Grande Arche“, eine moderne Variante des Triumphbogens.

Tipp für Verliebte

In Köln steht die berühmteste der Schlösserbrücken, in Paris gibt es sie aber auch. Was gibt es romantischeres, als in der Stadt der Liebe ein Schloss als Zeichen ihrer Liebe zueinander aufzuhängen!? Die “Pont des Arts” befindet sich zwischen dem Louvre und dem gegenüberliegenden Institute de France.

Shopping Tipps

Etam Lingerie – wundervolle Unterwäsche, preislich zwischen 30 und 50€. Ich habe mich so sehr in diesen Laden verliebt. Wer in Paris ist MUSS dort hineingehen. Jennyfer – junge Mode, ähnlich wie New Yorker, preislich top! Dort fand ich einen wundervollen weißen Spitzenrock, von 30 Euro auf 15 Euro heruntergesetzt! In Erinnerung behielt ich auch die Tasche die man sich nehmen konnte, als man den Laden betrag. So musste ich den Haufen an Klamotten nicht schwerfällig auf meinem Arm herumtragen, sondern konnte alles in die praktische Tragetasche legen.

Eine typische Marketingfalle, denn so nimmt man umso mehr Teile mit in die Umkleidekabine. Claires – gibt es zwar auch in Deutschland aber ist in dessen Heimatstadt auf jeden Fall einen Besuch wert! Schmuck ohne Ende, süße Ohrringe, originelle Bettelarmbänder und ausgefallener Haarschmuck – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Diese Läden findet man im Les Halles, auf der Rue de Rivoli – in der Nähe des Hotel de Ville und der Haltestelle Chatelet, La Defense, Avenue des Champ Elysées und sind im weiteren Verlauf meines kleinen Reiseberichts zu Paris zu finden.

Concorde

Notre Dame darf beim Sightseeing natürlich fehlen

Sightseeing – Île de la Cité

Sightseeing: Der heutige Tag begann – man mag es kaum glauben – mit Regen. Mit dementsprechenden Elan begaben wir uns zu unserem ersten Ziel für heute: Der Bastille. Die Opéra Bastille war sehr schön anzusehen von außen, auch der dazugehörige Platz davor war wunderschön. Dort trohnt die Statue der Freiheit auf der Colonne de Juillet. Zweifelslos ein toller Anblick, aber länger als 10 Minuten brauchten wir uns dort nicht aufhalten.

Nächste Station: Place de la Concorde. Mitten auf dem größten Platz von Paris steht ein Obelisk, der Obelisk von Luxor, der an allen wir Ecken mit acht Frauenbildnissen geschmückt ist, die die größten Städte Frankreichs symbolisieren sollen. Von dort hat man auch einen tollen Blick auf den Eiffelturm, der von zwei wunderschönen Brunnen um den Obelisken herum gekrönt wird. Paris ist wirklich eine wundervolle Stadt.

Nur wenige Minuten vom Place de la Concorde entfernt steht der Petit Palais und der Grand Palais. Wenn es nicht regnet sollte man auf diese beiden Jugendstilhallen einen Blick werfen, aber da das bei uns nicht der Fall war fuhren wir los auf die Île de la Cité.

Auf der Insel mit dem Umriss eines Schiffes liegt der Ursprung der Stadt Paris und damit auch die Conciergerie. Das Gefängnis sieht von außen sehr eindrucksvoll aus und wird bei meinem nächsten Paris Aufenthalt mit einem Besuch meinerseits beehrt. Direkt nebenan steht die Sainte-Chapelle, die zu den top Attraktionen von Paris gezählt wird. Eine Sixtinische Kapelle aus leuchtendem Buntglas, zweifelsohne die schönste Kirche von ganz Paris.

Dementsprechend lang war leider auch die Schlange am Eingang, sodass wir uns auf die Suche nach dem Notre Dame machten. Dieser ist eine wahre Touristenflut, denn nicht nur die Schlange war riesig lang, sondern auch der Platz war voll mit Bewunderern. Die Kathedrale ist auch wirklich ein toller Anblick und unmittelbar davor befindet sich “Der Mittelpunkt der Welt”, wie ihn die Franzosen nennen. ein kleiner Kreis mit einem Stern ähnlich wie beim Walk of Fame in L.A. symbolisiert für Frankreich den Mittelpunkt der Erde. Von dort werden alle Messung durchgeführt und Kilometerzahlen gemessen. Anscheinend bringt dieser auch Glück, denn zum ersten Mal hörte es komplett auf zu regnen und es blieb auch so!

Wer Zeit hat sollte nach dem Besuch der Insel Richtung Süden fahren und sich das Pantheon anschauen. Das Mausoleum sieht im Vergleich zu deiner Aufgabe wunderschön aus, mit einem Brunnen davor und einer beeindruckenden Säulenhalle. Da wir etwas unter Zeitdruck standen, fuhren wir zur Champs Elysées.

Macarons

Wir begannen an der Haltestelle Franklin D. Roosevelt und gelangten sogleich in einen Amerikanischen Spielfilm – Geschäfte, wie man sie sonst nur dort sieht: Lacoste, Luis Vuitton, Chanel, Cartier. Dort gehen alle reichen und berühmten entlang, wenn sie sich in Paris befinden. Für uns wesentlich interessanter waren die Läden, vor denen kein Bodyguard stand und somit bezahlbar waren. Angetan hat es vor allem mir der Disney Laden. Auf zwei Stockwerke verteilt findet man alles, von Winnie Puh, Spiderman und Simba – bis hin zu Cinderella, Dornröschen und Tinkerbell. Alles was ein Kinderherz – und auch meins – höher schlagen lässt. Für das Disneyland Paris hatten wir leider keine Zeit mehr!

Das ist primaEin Geheimtipp den ich mir im Internet habe geben lassen ist der Laden “Ladureé“. Dort soll es die besten Macarons der Welt geben. Von außen wurde man schon von dem Geschäft angezogen, es sah edel und einladend aus. Innen wurde man sofort von einem köstlichen Geruch überwältigt. Es war nicht nur eine der bekanntesten Patisserie in Paris, sondern auch die schönste. Was man dort sah war Kunst – essbare Kunst. Wir konnten uns kaum sattsehen, beschränkten uns aber auf Grund unseres Budgets auf die Macarons. Wir kauften eine Box mit 16 Stück für knapp 40 Euro. Über 2 Euro pro Macaron – absolut jeden Cent wert. Man schmeckt die Liebe und die Hochwertigkeit praktisch raus. Ein bekannter Geheimtipp, der in jeden Fall besucht werden sollte. 1 Macaron für ca. 2,30 Euro. Wer mehr Geld zur Verfügung hat sollte ein Frühstück dort genießen.

Am Ende der Avenue des Champ Elysée befindet sich der Arc de triomphe. Ein Markenzeichen Paris’. Der Triumphbogen hat 284 Stufen die es zu erklimmen gilt, der Preis ist allerdings überwältigend. Eine großartige Aussicht von der knapp 50 Meter hohen Terrasse über halb Paris. Der Aufstieg ist zwar kostspielig, aber jeden Cent wert. Wer anschließend noch Zeit hat sollte Richtung Süd-Westen fahren und das Palais de Chaillot besichtigen. Hoch über der Seine trohnt dieser Palast mit seiner Hauptattraktion, den Gärten des Trocadéro – von dort kann man das gesamte Pariser Panorama genießen. Man schaut über die Seine zum Eiffelturm mit dem Champ de Mars.

Durchs Schlüsselloch gesehen …

Italien oder Frankreich?

Am Abend auf der Suche nach etwas Essbaren und vor allem bezahlbaren landeten wir am Ende wieder in einer Pizzeria. Bisher aßen wir an jedem Tag eine Pizza und wir bekamen immer noch nicht genug davon. Auch die 3. war herausragend. Ob sie besser als eine Pizza in Italien ist!? Das wird herauszufinden sein. Dennoch ist diese Italienische Kreation das mit Abstand günstigste. Paris ist eine unglaublich teure Stadt. Während man in Deutschland maximal 2,50 Euro für eine 0,2 L Cola bezahlt, steht in Frankreich 4,50 Euro für eine 0,33 L Cola auf der Rechnung. Und das in mehreren Lokalitäten. Etwas zu essen für unter 10 Euro? Ich habe nichts gesehen. Wir waren froh, dass wir etwas unter 15 Euro bekamen – Pizza. Nachdem wir also wiedermal italienisch aßen beschlossen wir uns noch in ein französisches Café zu setzen und Crêpe mit einer heißen Schokolade zu genießen. “Le Sarah Bernhardt” (Chatelet) servierte uns wahnsinnig köstlichen Nachtisch. Teuer – aber lecker.

Hotel TippMit 37 Zimmern ist das 3-Sterne Hotel “Hotel – Le Dauphin” ein gemütliches und sehr gut gelegenes Hotel, dass perfekt für einen Städtetrip geeignet ist. Es liegt etwas außerhalb von Paris, in Puteaux, ist aber nur 10 Minuten zu Fuß von der Metro entfernt, mit der man ohne viel Fahrt direkt in die Stadtmitte fahren kann.

Die Zimmer sind sehr klein, aber da man sich nicht viel drin aufhält absolut ausreichen. Das Badezimmer ist ein Traum – neu gestaltet, großer Spiegel und LED-Dusche. Insgesamt gibt es drei Stockwerke und einen Aufzug. Zusätzlich ist im Preis von ca. 80 Euro p.P. und Nacht ein kostenloser Wi-Fi Zugang inklusive.

Der Service war super, die Angestellten freundlich. Die Rezeption sprach fließend Englisch und wenige Brocken Deutsch. Es waren drei Deutsche bzw. Österreichische Fernsehsender verfügbar: RTL, Vox und RTL2. Das Frühstück war ebenfalls in Ordnung. Wenn man vorzeitig anreist gibt es auch die Möglichkeit sein Gepäck in einem extra abgeschlossenen Gepäckraum unterzubringen.

Da wir nicht viel Zeit zur Verfügung hatten bis unser Zug losfuhr, hatten wir für diesen Tag nicht viel geplant. Ich wollte unbedingt noch einmal zu der Freiheitsstatue und sie von nahem bewundern. Um die kleine Insel herum stehen Hochhäuser, wie sie in New York zu finden wären. Neuer Stil, höher als alle anderen Häuser in Paris, prunkvoll und irgendwie besonders.

Die Statue de liberté in Paris ist ca. 5x kleiner als die “echte” Freiheitsstatue in New York, aber dennoch eindrucksvoll. Von dort hatte mal einen sehr schönen Ausblick und die andere Seite Paris’ und die Seine.

Ausblick auf die Seine

Meine Highlights

Foto TippEin großes Highlight ist und bleibt einfach der Eiffelturm. Er ist weltbekannt und die größte Attraktion von Paris. Wer die Möglichkeit hat, sollte den Aufstieg wagen, der Ausblick soll atemberaubend sein. Nicht missen möchte ich auf jeden Fall die Bootstour über die Seine. Dort sah man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und konnte sich ein schönes Bild von Paris machen. Die Seinebrücken sind ebenfalls sehr sehenswert, jede ist anders verziert und gebaut, allein durch die 1-stündige Bootsfahrt konnten wir 10 von insgesamt 37 Brücken über der Seine bewundern.

Der Innenhof des Louvre gehört definitiv auch zu den Highlights. So schön hatte ich ihn mir nicht vorgestellt, ich kannte bisher nur die Pyramide und die war in Echt noch viel schöner als in den Filmen. Die Brunnenanlage und das Louvregebäude außen rum – ein toller Anblick. Ein besonderes Highlight war für mich die eben erwähnte Freiheitsstatue. Mein größter Traum ist es, einmal vor der Statue of Liberty zu stehen. Zwar die in New York, aber es war trotzdem ein schönes Gefühl als ich vor der französischen Statue stand.

Leider schafften wir nur die Hälfte von allem was wir sehen wollten. Gerade am ersten und zweiten Tag ging uns unheimlich viel Zeit durch das Wetter verloren. Wem das Wetter nicht dazwischen kommt, sollte sich auf jeden Fall ins Montmarte-Viertel begeben. Dort steht nicht nur das legendäre Moulin Rouge, sondern auch die Basilique du Sacré – Coeur. Der Abendblick von der dortigen Terrasse soll atemberaubend sein.

Den Parc du Champ de Mars hinter dem Eiffelturm sollte man ebenfalls nicht auslassen. Ein Stückchen weiter befindet sich das Viertel St. Germain des Pres – lebendig, schick, voller Cafés und Boutiquen. Dort tummeln sich Studenten, Künstler und Schriftsteller. Besonders auffallend fand ich in Paris die vielen kleinen Cafés, die an jeder Ecke zu finden waren. Insgesamt ist Paris auch eine eher ruhige Stadt. Wie gerne würde ich mich Tag für Tag in ein kleines Café setzen, die Leute beobachten und schreiben. Nicht umsonst ist Paris auch eine Stadt, die viele Schriftsteller hervorgebracht hat – inspirierend, lebendig und schick. Paris hat mich wirklich beeindruckt. Überall findet man etwas Schönes, egal wo man ist. Seien es die romantisches Straßenlaternen, die vielen Cafés, die touristischen Sehenswürdigkeiten, oder die Gebäude an sich – Paris ist wirklich eine romantische Stadt.

Travel Tipps für Paris

  • Fahrkarten für den Thalys zu kaufen. Das macht sich preislich sehr bemerkbar. Wer die Möglichkeit hat mit dem Thalys zu fahren, sollte diese auch unbedingt nutzen.
  • Ausflüge im Voraus buchen. Ich empfehle eine Bootstour, am besten mit Startpunkt Eiffelturm.
  • Wer nur wenige Tage Zeit hat, sollte sich unbedingt vorher eine Route überlegen. Die meisten Attraktionen sind nah beieinander gelegen und/oder in wenigen Minuten mit der Metro zu erreichen.
  • Mindestens 3-4 Tage buchen, sonst sieht man nur die Hälfte. Wer allerdings z.B. ins Louvre hinein möchte und mehrere Attraktionen besichtigen möchte (Eiffelturm hochsteigen, Führung durch den Notre Dame, etc.) sollte mehr als 5 Tage Zeit mitbringen. Selbst wenn man Glück hat und relativ schnell hinein kommt, möchte man es dort auch noch genießen und nicht schnell wieder zum Nächsten Programmpunkt hetzen.
  • Metro Karten im 10-er Pack am Automaten holen. Diese sind wesentlich günstiger als vor jeder Fahr sich 1 Karte zu holen. Und: Jedes Mal die alte Karte nochmal ausprobieren. Manchmal stempeln die Automaten nicht genau und die Karte kann ein zweites Mal verwendet werden.

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