Roadtrip durch Kalifornien – der Klassiker für die USA

Tag 1 – 4: Die Ankunft und die ersten Tage in Los Angeles

Seehunde am Strand von La Jolla

Von Berlin aus sind wir über Paris nach Los Angeles gestartet. Die Reise ging gut, auch die Kleinste, gerade einmal 15 Monate alt, hat perfekt mitgemacht. Man kann zwar nicht sagen, dass es entspannt war, aber auf jeden Fall durchaus machbar. In Los Angeles angekommen, haben wir uns auf den Weg gemacht, den Mietwagen zu holen und unser Hotel in Anaheim aufzusuchen. Damit war der Samstag auch schon so gut wie gelaufen, denn wir waren von der Reise erschöpft und sind in die Kissen gefallen. Am zweiten Tag, einem Sonntag, haben wir uns auf den Weg gemacht, Laguna Beach zu erkunden. Zugegeben, ein klein wenig haben wir gehofft, einen Wal zu sehen, Glück hatten wir aber nicht. Dafür war es eine sehr schöne Gegend, um einfach ein wenig zu bummeln, den Ausblick auf das Meer zu genießen und die Menschen zu beobachten. Und: Ein wenig Shopping im Outlet von Anaheim war auch noch drin.

Der folgende Tag war eine optimale Möglichkeit, das Disneyland aufzusuchen. Hier waren wir eigentlich schon alte Hasen, denn tatsächlich waren wir bereits drei Mal im Disneyland Paris und dachten, voller geht es eh nicht. Pustekuchen – auch an einem Montag war das Disneyland einfach total überfüllt. Schlangen mit einer Wartezeit von einer Stunde und mehr waren keine Seltenheit, die Eintrittspreise utopisch. Dennoch haben wir der Großen die Freude gemacht und sind hineingegangen. Spätestens bei der Parade waren wir auch versöhnt, es ist einfach beeindruckend.

Tag 3 stand dann ganz im Zeichen von Santa Monica und Walk of Fame. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, die Pier zu besuchen und wurden nicht enttäuscht. Tatsächlich hatte sie einen ganz besonderen Charme und der Muscle Beach hat seinem Namen alle Ehre gemacht. Auch hier war ein kleiner Shopping-Abstecher mit drin.

Von Santa Monica aus ging es zum Walk of Fame. Voller Aufregung sind wir in den Abendstunden, in einem schönen Lichtermeer, die Straße entlang und es war wirklich beeindruckend. Das Hard Rock Café haben wir natürlich ebenfalls aufgesucht.

Damit waren die ersten Tage in Los Angeles auch schon rum, spontan haben wir ein Hotel in San Diego gebucht und sind am Tag 4 losgefahren. Bewusst haben wir den Highway gemieden und uns die Zeit genommen, am Wasser entlangzufahren. Beeindruckend waren die kleinen Strandhäuser in allen Farben, die wir bisher zwar aus Filmen kannten, aber niemals gedacht hätten, dass sie auch in der Realität so toll sind. Kurz vor San Diego haben wir bei „La Jolla“ Halt gemacht. Der Strand ist berühmt für die Menge an Seehunden, die hier liegen und die Menschen nahe an sich heranlassen. Wer sich traut kann auch mit den Tieren ins Wasser gehen. Soweit ging unser Mut dann aber doch nicht. Rund um La Jolla kann man toll spazieren gehen und tolle Burger gibt es auch. Weiter ging es zu unserem Hotel am Hafen, mit Blick auf die Bucht. Von hier aus haben wir einen Abstecher zum USS Midway gemacht, der aber schon geschlossen hatte.

Sonnenuntergang in Kalifornien

Tag 5 – 6: Von San Diego nach Palm Springs

Windradparks am Straßenrand

Nachdem wir in der Nacht Kraft getankt haben, ging es in den San Diego Zoo, der als einer der schönsten Zoos der Welt gilt. Tatsächlich war der Tierpark wirklich sehr beeindruckend. Er ist unterteilt in mehrere Bereiche und kann mit einem Rundgang oder einem Bus erkundet werden. Wir haben den ganzen Tag in dem Zoo verbracht und wollten am Abend noch einen Spaziergang zum nächsten Supermarkt machen. Das war tatsächlich gar nicht so einfach, denn der war relativ weit entfernt. Das haben wir ein wenig unterschätzt und sind dann bei Nacht durch San Diego gelaufen.

Am folgenden Tag haben wir den Vormittag genutzt und Seaport Village besucht. Das kleine Fischerdorf ist zwar heute durchaus schon eine Touristengegend, aber auch wunderschön und sehr charmant. Auf dem Weg dorthin sind wir an der berühmten Statue vorbeigekommen, die einen Soldaten sowie eine unbekannte Frau im Kuss vereint darstellt.

Dann haben wir unsere Sachen gepackt und uns auf den Weg nach Palm Springs gemacht. Hier wollten wir gern eine Pause einlegen und einen Tag am Pool genießen. Der Weg nach Palm Springs war sehr beeindruckend, Berge, Wüste und dann noch mal jede Menge Wüste. In Palm Springs angekommen, haben wir es uns am Pool bequem gemacht und den Tag ausklingen lassen.

Tag 7: Palm Springs entdecken

Zugegeben, Palm Springs war eigentlich eher gar nicht so unbedingt geplant bei unserer Tour, aber weil wir viel Gutes gelesen haben und es immer wieder unter den Empfehlungen aufgetaucht ist, haben wir es auf den Plan gesetzt. Nachdem wir den Abend von Tag 6 dann am Pool verbracht haben – bei 40 Grad in der Wüste keine Leistung – haben wir den nächsten Tag überlegt, was wir machen können. Wir haben uns entschieden, den Aerial Tramway zu besuchen.

Die Luftseilbahn beginnt in einer Höhe von 806 m und reicht bis hoch auf eine Höhe von 2.597 Meter. Dabei überschreitet sie mehrere Klimazonen und fährt in ihrer schrägen Lage knapp 4 km nach oben. Das klingt nicht nur beeindruckend, es war auch beeindruckend – und ein klein wenig beängstigend, denn die Gondel hat sich gedreht, damit man auch wirklich alles sieht.

Oben angekommen war es tatsächlich recht frisch. Aber wir waren vorgewarnt und hatten Jacken dabei. Es gibt verschiedene Rundwanderwege. Die Kleine haben wir uns einfach auf den Rücken gebunden und sind los. Die Aussicht nach unten auf die Wüste war wirklich unvergleichlich. Hier und da gab es kleine Schneefelder. Besonders interessant: Pinien, die nach Schokolade duften. Und ja, wir waren nicht die Einzigen, die an den Bäumen geschnuppert haben. So viel unberührte Natur, eine echte Ranger-Station und eine tolle Aussicht – dieser Ausflug hat sich wirklich gelohnt.

Unten angekommen sind wir am Abend dann auf der Main Road flanieren gegangen. Hier tobt tatsächlich das Leben. Endlich hatten wir auch einmal die Gelegenheit, uns einen viel empfohlenen Frozen Yoghurt zu gönnen. Tipp: Die Schale nicht zu voll mit dem Yoghurt machen, die Auswahl an Toppings ist wahrlich beeindruckend und die Entscheidung fällt nicht leicht.

Blick aus Gondel Aerial Tramway
Ausblick Aerial Tramway

Tag 8 – 9: Las Vegas hält uns gefangen

Las Vegas Signature Springbrunnen

Nachdem wir am nächsten Morgen noch ein typisch amerikanisches Frühstück bekommen haben, ging es weiter nach Las Vegas. Einer unserer großen Träume ging mit Las Vegas in Erfüllung – na gut, eigentlich nur meiner. Mein Mann wollte gar nicht unbedingt in die Stadt, die niemals schläft, aber ich wollte mir das nicht entgehen lassen. Wir haben vor Ort unser Hotel bezogen – wirklich beeindruckend, wir haben im Signature übernachtet, direkt hinter dem MGM – hat es uns natürlich sofort auf den Boulevard gezogen.

Mit zwei Kindern dabei ist das Zocken jedoch unmöglich. Sobald wir einmal etwas länger an den Automaten stehen geblieben sind, kam wie aus dem Nichts ein Security und hat uns gebeten, weiterzugehen. Wohl kaum verwunderlich, dass wir am Ende im Kinder-Casino gelandet sind, aber auch hier hatten wir unseren Spaß.

Nicht entgehen lassen konnten wir uns die Wasserspiele vor dem Bellagio und das Bellagio selbst. Wirklich, es ist alles wie im Film. Ganz Las Vegas ist wie in den Filmen, dort wird nichts übertrieben. Einen bleibenden Eindruck hat der M&M-Store hinterlassen – nicht nur bei den Kindern. Eigentlich wollten wir nur einen Tag bleiben, wir haben aber spontan um einen Tag verlängert.

Am nächsten Tag haben wir uns ins Auto gesetzt und sind zum Hoover Damm gefahren. Hier war es allerdings so voll, dass wir uns entschieden haben, zum Lake Mead zu fahren. Der Stausee ist einer der wichtigsten Seen für die Trinkwasserversorgung in Kalifornien.

Wir waren ganz allein am Ufer und konnten uns ein Bild davon machen, wie viel Wasser hier schon verloren gegangen ist. Der See liegt in der Lake Mead National Recreation Area, einem großen Naturschutzgebiet, durch das wir dann gefahren sind.

Auf dem Rückweg nach Las Vegas sind wir in einen großen Sandsturm geraten, was erschreckend und beeindruckend zugleich war. Wir haben uns in eine Outlet-Mall gerettet – so ein Zufall! Die überdachte Mall hat dann gleich für ein paar Stunden als Aufenthalt gedient, bevor wir zurück ins Hotel sind, uns frisch gemacht und noch einmal das Kinder-Casino aufgesucht haben. Man gönnt sich ja sonst nichts! Weiter ging es am nächsten Tag dann zu unserem Zwischenhalt nach Fresno.

… wir bleiben “on the road” – Fortsetzung folgt!

Blick auf den Hover Damm Stausee

Tag 10– Wir lassen Las Vegas hinter uns

Auf zum Kingsburg Nationalpark

Auch wenn die Tage in dieser beeindruckenden Stadt auf jeden Fall einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben, so machten wir uns dann doch auf den Weg weiter in Richtung San Francisco und hatten hier noch einen Halt in Fresno eingeplant.

Denn natürlich wollten wir es uns nicht entgehen lassen, einen Abstecher in einen der Nationalparks zu machen.

An Tag 10 haben wir also alles wieder in das Auto gepackt und sind weiter in Richtung Meer gefahren. Von der Wüste war schon bald nicht mehr viel zu sehen, denn tatsächlich gibt es in dem Bereich zwischen Las Vegas und San Francisco beeindruckende Obstplantagen, die sich plötzlich eröffnen.

Eine echte Überraschung für uns war aber Kingsburg. Der kleine Ort hat uns das Gefühl gegeben, mitten in Europa zu sein, denn hier zeigt sich ein schwedischer Charme.

Das Wetter war auch super, also sind wir ausgestiegen, haben ein wenig eingekauft und den kleinen Park von Kingsburg erkundet, bevor es weiter nach Fresno ging.

In Fresno angekommen haben wir uns erst einmal unser Hotel angesehen. Das war immer wieder eine Überraschung, da wir von der Luxus-Herberge bis hin zum Rattenloch alles dabei hatten.

Tag 11 – von beeindruckenden Bäumen und Schnee

Es war mir ganz besonders wichtig, wenigstens einen Nationalpark zu besuchen, auch wenn wir nicht so viel Zeit hatten und viele Bereiche der Parks noch wegen Schnee gesperrt waren. Also haben wir uns entschieden, den Sequoia-Nationalpark zu besuchen.

Die Bäume in diesem Park gelten als besonders beeindruckt. Unsere große Tochter fand es schon sehr beeindruckend, dass die Mülleimer verschlossen waren, damit die Bären sie nicht öffnen konnten.

Wir haben einen Pass gekauft und wollten ein wenig in die Höhe fahren. Bei der ersten Pause haben wir den Hinweis gesehen, dass Schneeketten empfohlen werden.

Aber doch sicher nur im Winter? Nein, tatsächlich nicht nur im Winter, wie wir bald feststellen sollten. Die Straße zog sich immer länger und plötzlich fielen die ersten Schneeflocken. Vom warmen Eingang bis zu plötzlichem Schneefall durften wir erleben. Tatsächlich waren es aber wirklich die Bäume, die mit ihrer Größe unglaublich faszinierend waren.

Auf dem Rückweg haben wir uns ein wenig verfahren. Plötzlich mitten im Nirgendwo zwischen Obstplantagen haben wir eine Weile gebraucht, um wieder den richtigen Weg zu finden. Schließlich haben wir es aber doch geschafft und konnten uns auf die kommende Fahrt nach San Francisco freuen.

Kingsburg Nationalpark Strasse Schnee

Tag 12 – San Francisco wir kommen

USA Trip - Straße nach San Francisco
Auf dem Weg nach San Francisco …

Ich glaube, San Francisco war der Teil der Reise, auf den sich mein Mann ganz besonders gefreut hat.

Je näher wir der Stadt kamen, desto aufgeregter wurde er und als wir schließlich über die Oakland Bay Bridge hinein gefahren sind, war dies wirklich sehr faszinierend. Wir haben unser Hotel aufgesucht, das ein klein wenig den Charme aus der Vergangenheit mit sich brachte.

Das große Himmelbett sah zwar bequem aus – tatsächlich schien es schon bessere Zeiten gesehen haben. Wir haben kurz die Sachen abgestellt und sind dann zur nächsten Cable Car Station gegangen. Auch wenn sie es mit den Preisen von den Lebenden nehmen, so ist diese Fahrt ein Muss. Wir sind runter zum Pier 3 gefahren und waren im Ferry Building Marketplace.

Die kleinen Papageien saßen in den Bäumen, als wie The Embarcadero entlang flaniert sind. Es war jedoch schon relativ spät. Also haben wir noch einen kleinen Supermarkt gesucht und sind dann zurück ins Hotel gefahren, um uns auf den nächsten Tag vorzubereiten.

Ein ganzer Tag San Francisco lag vor uns.

Schreiben, Lesen und Entdecken - Jana Kühnler
Schreiben, Lesen und Entdecken – Jana Kühnler

Jana Kühnler wurde 1985 in Berlin geboren und ist bis heute der Hauptstadt treu geblieben. Ihre Leidenschaft zu Schreiben hat sie zu ihrem Beruf gemacht. Neben einem längeren Aufenthalt in Belgien nutzt Jana jede Gelegenheit, um Städtereisen in die Metropolen der Welt zu unternehmen oder einfach entspannt an Stränden den Moment zu genießen. Hier bespricht Jana gelegentlich Reiseführer.

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