Urlaubskredit – lohnt sich ein Urlaubskredit wirklich?

Für viele Deutsche ist der (wohlverdiente) Urlaub die schönste Zeit des Jahres. Endlich weg vom Stress im Büro und allen anderen Problemen, die man zuhause im Alltag täglich mit sich rumschleppt. Wo kann man offene Rechnungen, nervenaufreibende Geschäftstermine in naher Zukunft und die täglichen Streitereien mit den eigenen Nachbarn leichter vergessen als am Sandstrand, mit einem gekühlten Cocktail in der Hand?

Allerdings gibt es für die meisten Familien einen riesigen „Feind“, der den nächsten Traumurlaub quasi permanent bedrohen kann, nämlich der eigene – in diesem Fall leere – Geldbeutel. So ist das Thema Urlaubskredit in unserer Gesellschaft mittlerweile längst kein „Tabuthema“ mehr, über das keiner sprechen möchte. Gerade Familien, die unmittelbar vor dem eigenen Urlaub nämlich mit nicht eingeplanten Kosten konfrontiert werden – und diese auch gleich zahlen müssen – nehmen einen Urlaubskredit oft gerne in Anspruch. Schließlich möchten die wenigsten aufgrund eines kaputten Geschirrspülers, einer kaputten Waschmaschine oder gar wegen eines platten Autoreifens auf den nächsten, wohlverdienten Urlaub verzichten.

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Problematisch kann dieses Thema allerdings durchaus dann werden, wenn die monatlichen Ausgaben ohnehin nur „gerade so“ mit dem eigenen Einkommen beglichen werden können. Deshalb stellen sich jährlich viele Familien die Frage, ob sich ein Urlaubskredit wirklich lohnt oder ob man in solch Ausnahmefällen, wohl oder übel, auf den anstehenden Urlaub verzichtet.

Unser Fazit vorab: ein Urlaubskredit kann sich lohnen, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen, die man als Kreditnehmer in jedem Fall erfüllen sollte! Welche das sind, lest ihr in diesem Beitrag.

lohnt sich ein urlaubskredit?

Die Kerngedanken, wenn es um einen Urlaubskredit geht

Bevor man sich Gedanken über die Aufnahme eines Urlaubskredits macht, sollte man sich in jedem Fall vorher klar machen, dass auch diese Form von Kredit immer den eigenen „Schuldenberg“ vergrößert, da die Raten monatlich zu tilgen sind. Diese Aussage klingt zwar simpel, kann von dem Einen oder Anderen, geblendet von der eigenen Sehnsucht nach einem wunderschönen Urlaub, schon mal schnell vergessen werden.

Wer mit seinem Geld also jetzt schon kaum über die Runden kommt bzw. am Ende des Monats kaum noch Geld übrig hat, sollte es sich genau überlegen, ob er die zusätzliche Belastung seines Kontos überhaupt leisten möchte oder gar leisten kann.

Bei dieser Berechnung vorab sollte man logischerweise nichts dem Zufall überlassen. Abschätzungen, die aus dem Bauch heraus getroffen werden, können im Nachhinein nämlich zu bösen Überraschungen führen. Zahlungsausfälle sind nicht selten mit Lohnpfändungen verbunden und können demnach schnell dazu führen, dass der einstige Traumurlaub ein paar Monate später zum absoluten Alptraum wird und dem Kreditnehmer schlaflose Nächte bereitet.

Vorab sollte man sich deshalb ein Blatt Papier, einen Stift schnappen und einen Taschenrechner schnappen und seine monatlichen Ausgaben detailliert auflisten. Wie viel Euro bleiben am Ende vom Monat faktisch übrig? Je nach Größe des in Anspruch genommenen Kredits kann die Summe, die monatlich „on top“ abgeführt werden muss durchaus zur echten Belastung werden.

Pauschal ist es schwer diesbezüglich Aussagen zu treffen, da jeder Urlaubskredit in der Regel ganz spezifische Konditionen hat. Bei einem Urlaubskredit von 3.000 € kann – je nach Laufzeit – aber durchaus mit einer Mindestbelastung zwischen 120-140 € rechnen – Zinsen inklusive.

Vergessen sollte man außerdem nicht, dass es am Ende eines Arbeitsmonats durchaus sinnvoll ist Rücklagen für etwaige Notfälle, also Reparaturen im und um das Haus und für Anschaffungen wie Eingangs beschrieben, gebildet werden sollten. Mit einem zu tilgenden Kredit im Rücken können auch solche „Problemchen“ des Alltags zu einem echt großen Problem werden.

ein urlaubskredit

Nutzt euren Urlaubskredit weise – auch in der Zeit nach dem Urlaub!

Ihr habt vorab fleißig kalkuliert und seid nach einer realistischen Einschätzung zu dem Ergebnis gekommen, dass ihr euch einen Urlaubskredit problemlos leisten bzw. finanzieren könnt? Dann ist ein Urlaubskredit eine echte Option für euch! Mit dessen Hilfe kann ein ohnehin schon schöner Urlaub im Handumdrehen in einen unvergesslichen Urlaub verwandelt werden.

Gefährlich wird es für die meisten nur dann, wenn dem ersten Urlaubskredit vor dessen endgültiger Tilgung umgehend schon der nächste – oder gar der bereits der übernächste – folgt. So kann man als Familie nämlich schnell in der berühmt berüchtigten „Schuldenfalle“ landen und ehe man sich versieht, ist man nur noch mit dem Tilgen seiner etlichen Urlaubskredite beschäftigt – der nächste Urlaub rückt da ganz automatisch in weite Ferne!

Wer sich für einen Urlaubskredit entscheidet, sollte vorab also genauestens wissen wie viel Geld er zum Leben zurzeit monatlich benötigt. Nur so kann genau berechnet werden, ob oder ob eben kein Geld zum Tilgen eines Urlaubskredits vorhanden ist.

Weise eingesetzt, kann ein Urlaubskredit viele Dinge im Urlaub noch schöner machen.

Viel wichtiger, als der eigentliche Urlaub, ist allerdings das eigene Leben, wenn man vom (Traum)Urlaub zurückgekehrt ist. Ist man sich dieser Realität bewusst und hat seine Finanzen im Griff, findet man mit Sicherheit den Urlaubskredit der am besten zu einem selbst und den eigenen Finanzen passt.