Oktoberfest München – Wiesn FAQ

Das Oktoberfest 2016 steht unmittelbar bevor. In diesem Artikel finden Sie alles was Sie rund um das aktuelle Oktoberfest wissen sollten. Durchstöbern Sie unsere FAQ Oktoberfest 2016 finden die Antworten auf Ihre Fragen.

Was sind besondere Festtage?

Einzug der Wiesnwirte

Bereits der Eröffnungstag beginnt mit einem festlichen Spektakel, dem Einzug der Wiesnwirte und Brauereien. Zwar öffnen die Festzelte am 17. September 2016 bereits 9.00 Uhr, aber ohne die Wirte, Kellnerinnen, Schausteller und Musikkapellen geht gar nichts. Diese kommen nicht einfach still und leise zur Arbeit, sondern fahren mit prächtig herausgeputzten Pferdekutschen und Brauereiwagen vor.

Es ist ein fröhlicher Umzug, allen voran reitet das Münchner Kindl, direkt dahinter fährt die Kutsche mit dem Münchner Oberbürgermeister. Dieser wird im Schottenhamel-Festzelt bereits sehnsüchtig erwartet. Soll er doch pünktlich 12.00 Uhr das erste Fass Oktoberfestbier anzapfen.

Mit 12 folgenden Böllerschüssen ist das Oktoberfest 2016 dann endlich eröffnet, in allen Festzelten fließt das Festbier nun in Strömen, vor zwei Jahren waren es runde 7.400.000 Liter Bier.

Traditioneller Trachten- und Schützenumzug

Schon einen Tag später – dem 18. September – gibt es einen weiteren Höhepunkt des Volksfestes. Seit 1950 findet immer am ersten Wiesensonntag der große Trachten- und Schützenumzug statt.

Trachtler aus ganz Deutschland und aller Welt präsentieren sich, darunter Schützenvereine, Spielmannszüge, Fahnenschwinger und Volkstanzgruppen. Wieder führt das Münchner Kindl den Umzug an, gefolgt von mehr als 9000 Teilnehmern und rund 40 geschmückten Fahrzeugen. An diesem Tag ist auch der bayerische Ministerpräsident dabei.
Familientage beim Oktoberfest

Als Volksfest zieht das Oktoberfest natürlich auch Familien mit Kindern an. Dienstags sind die Preise besonders familienfreundlich. Die preisgünstigen Familientage auf dem Münchner Oktoberfest fallen in diesem Jahr auf den 20. sowie den 27. September. Von 12.00 bis 18.00 Uhr profitieren die Familienmitglieder dann von ermäßigten Preisen bei Karussells und Imbissbuden.

Wiesngottesdienst

Am 22. September laden die Schaustellerseelsorger zu einem ökumenischen Gottesdienst ein. Dabei bekommen die Kinder der Schausteller, Wirte und Marktleute die Gelegenheit zur Taufe, Erstkommunion oder Firmung.

Standkonzert auf der Wiesn

Am zweiten Wiesnsonntag – dem 25. September 2016 – findet ab 11. 00 Uhr das traditionelle Standkonzert statt. Dazu treffen sich die Musikkapellen mit Trommlern, Alphornbläsern und anderen Instrumentenspielern an der Bavaria zum gemeinsamen Musizieren. Rund 300 Musiker spielen die Wiesnhits, während Oberbürgermeister und Wiesn-Chef den Takt angeben.

Böllerschießen und Oktoberfestende

Am letzten Tag des Oktoberfestes hallen zahlreichen Böllerschüsse über die Wiesn. Dann werden die Schützenkönige des Oktoberfest-Landesschießens gekürt, sowie mit Blasmusik und Salut gefeiert. Das Böllerschießen beginnt 12.00 Uhr an der Bavaria. Bis 23.30 bleibt noch Zeit zum Feiern, dann schließt die Wiesn.

Brezel - Gruß vom Oktoberfest
Neben Weißbier und Trachten gehören die Brezeln zum klassischen Wiesn-Repertoire

Oktoberfest 2016 – wie lange

Das Münchner Oktoberfest 2016 beginnt offiziell am 17. September 12.00 Uhr und endet am 3. Oktober 23.30 Uhr. Während der Oktoberfestwochen gelten ansonsten folgende Öffnungszeiten:

Öffungszeiten Festzelte

  • Montags bis Freitags wird 10.00 Uhr geöffnet,
  • Sonntags, Samstags und Feiertags wird 9.00 Uhr geöffnet
  • täglich 22.30 Uhr ist Schluss mit Musik und Bierausschank,
  • 30 Uhr schließen die Zelte
  • Lediglich in der „Käfer Wiesnschänke“ und in Kufflers Weinzelt darf noch bis 0.30 Uhr ausgeschenkt werden.

Öffnungszeiten Fahrgeschäfte

  • Eröffnungstag 12.00 Uhr – 24.00 Uhr
  • Montag bis Donnerstag, Sonntags und Feiertags 00 Uhr – 23.30 Uhr
  • Freitags und am 2.10.2015 – 9.00 Uhr – 24.00 Uhr
  • Samstags 10.00 Uhr – 24.00 Uhr
Traditionelle Trachten und Blasmusik gehören zu jedem Oktoberfest dazu

Oktoberfest 2016 – Was muss man wissen?

Grundsätzlich ist der Eintritt zur Wiesn und in die Festzelte kostenlos, nur für die Oidn Wiesen wird ein Eintrittsgeld erhoben. Zelte sind solange frei zugänglich, bis sie wegen Überfüllung geschlossen werden müssen.

Mit der Oidn Wiesn (deutsch alte Wiese) etablierte sich in den letzten Jahren ein ursprüngliches Wiesnfest mit viel bayerischem Brauchtum und historischen Karussells.

Speisen und Getränke in den Festzelten werden bar und direkt bei der Bedienung bezahlt. Tickets für Fahrgeschäfte sind vor Fahrtantritt an der jeweiligen Kasse zu kaufen.

Für den Wiesnbesuch mit Kindern eignen sich vor allem die Vormittage und frühen Nachmittagsstunden. Dann ist „Kinderwiesn“, gelbe Aufkleber an Buden und Ständen signalisieren spezielle Wiesnangebote für die kleinen Besucher. Unter den kindertauglichen Attraktionen des Oktoberfestes sind der Flohzirkus und die Ponyreitbahnen besonders beliebt.

Hunde und andere Tiere sind auf dem Festgelände verboten. Kinderwagen sind nur Sonntag bis Freitag, bis 18.00 Uhr erlaubt. An Samstagen sowie am 3. Oktober dürfen Kinderwagen nicht aufs Festgelände.

Spartipp: Viele Wiesnstandsleute gewähren an Werktagen zwischen 10.00 und 15.00 Uhr einen Rabatt und signalisieren dies mit dem Logo der Mittagswiesn.

Für Fundstücke ist das Wiesnfundbüro im Servicecenter zuständig.

Bierkrüge sind Eigentum der Festzelte und dürfen nicht mitgenommen werden. An den Souvenirständen gibt es aber Wiesnkrüge zu kaufen.

Gegessen wird auf dem Oktoberfest natürlich bayerisch. Klassiker sind dabei Weißwürste, Brotzeitteller, Hendl und Ochsenbraten. Allein im Vorjahr verspeisten die Wiesenbesucher 116 Ochsen und 120.000 Paar Schweinswürste.

Oktoberfest – Was anziehen wenn kein Dirndl?

Tracht oder nicht Tracht, was trägt Mann und Frau auf der Wiesn? Das ideale Nicht-Trachten-Outfit sieht fesch aus, ist bequem und richtet sich ein wenig nach dem Wetter. Jeans passen immer, dazu eine karierte Bluse und Schuhe, die den ganzen Tag lang tragbar sind. Für den Kick sorgen passende Accessoires im Oktoberfest-Style, wie Brezelanhänger, blau-weiß-karierte Hosenträger, Tücher und Hüte.

Wer erfand das Oktoberfest?

Genaugenommen haben ein Bayer, ein Italiener und ein Salzburger gemeinsam das Oktoberfest erfunden. Es heißt die Idee stamme von einem Unteroffizier der bayerischen Nationalgarde namens Baumgartner. Er schlug vor, die Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese mit einem spektakulären Pferderennen zu würdigen. Sein Vorgesetzter, der Major Dall‘ Armi, gebürtiger Italiener, begeisterte den König von dieser Idee. Außerdem finanzierte er das Fest und benannte das Festgelände zu Ehren der Braut als „Theresienwiese“. Mit der Organisation beauftragte der bayerische König den, aus Salzburg stammenden, Freiherrn von Moll.

Warum findet das Oktoberfest im September statt?

Die Geburtsstunde des Oktoberfestes schlug am 17. Oktober 1810. Damals begeisterte es die Massen als volksfestähnliches Pferderennen. Schnell entwickelte sich daraus eine Tradition, die Festtage wurden immer mehr und waren stets gut besucht. Nur das bayerische Oktoberwetter spielte nicht immer mit, zeigte sich oft kalt und regnerisch oder schickte gar Schnee. 1882 beantragte man deshalb, das Fest in den milden September vorzuverlegen. Jedoch war die Theresienwiese damals noch landwirtschaftliches Gelände und erst nach der Ernte verfügbar. Nachdem das Festgelände Bauland wurde, viel dieses Problem weg. Seit 1872 konnte die Wiesn schon im September beginnen, 1904 legten die Stadtväter einen zeitlichen Rahmen verbindlich fest. Laut diesem Beschluss liegt nun der Hauptsonntag zwischen dem 28. September und dem 4. Oktober.

Besuchermagnet "Wiesn"

Wieso feiert man das Oktoberfest?

Das erste Oktoberfest galt der Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Theresa von Sachsen-Hildburghausen. Fünf Tage dauerten die Feierlichkeiten, deren Höhepunkt das Pferderennen auf der Theresienwiese bildete. Ort und Zeitpunkt waren anscheinend ideal zum Feiern, denn schon im nächsten Jahr kam zu dem Pferderennen ein Viehmarkt. So entstand das „Centrale Landwirtschaftsfest“ aus dem sich das wahrscheinlich größte Volksfest der Welt entwickelte.

Oktoberfest – wo übernachten?

Millionen Menschen kommen zur Oktoberfestzeit nach München, da sind Hotels schnell ausgebucht. Vor allem die Hotelzimmer in der Nähe der Festwiese sind stark nachgefragt und relativ teuer. Erfahrungsgemäß sind die Unterkünfte in Hotels und Pensionen schon ab Januar reserviert. Wer zu spät kommt, hat in Jugendherbergen, Hostels, bei Privatleuten und auf Campingplätzen noch Chanchen auf einen Schlafplatz. Günstig und flexibel übernachten Besucher zum Beispiel im Wiesn-Camp. Es befindet sich in Olympia-Reitanlage in München Riem. Dort können bereits aufgestellte Zelte, Caravans und Mietcontainer auch kurzfristig gemietet werden. Die Übernachtungsgäste verfügen über Sanitäranlagen, Geldautomat und Schließfächer, bewachte Parkplätze sind ebenfalls vorhanden. Für die Hin- und Rückfahrt zur Wiesn empfiehlt sich die S-Bahn-Linie 2, deren nächste Haltestelle nur fünf Fußminuten vom Camp entfernt ist.

Oktoberfest – wo parken?

Das Festgelände liegt mitten in München, am Bavariaring. Auf dem nahegelegenen Areal des Viehhofs in der Zenettistraße sind etwa 700 Parkplätze für PKW und Busse eingerichtet. Ansonsten sind die Parkmöglichkeiten in der Innenstadt rar und die Parkhäuser oft vollbelegt. Meist ist es bequemer, das Auto auf einem der Park and Ride Plätze abzustellen und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Theresienwiese zu fahren.

Oktoberfest – wie kommt man ins Zelt

Insgesamt laden 14 große und mehr als 20 kleinere Festzelte zum Feiern ein. Grundsätzlich ist der Eintritt frei und kostenlos! Jedoch werden die Zelte aus Sicherheitsgründen geschlossen, sobald sie voll besetzt sind. Wer also sichergehen möchte, kommt zeitig oder reserviert einen Tisch.

Dafür gibt es keine zentrale Stelle, sondern die Reservierungen können nur bei den Betreibern direkt vorgenommen werden. Es fallen keine Reservierungskosten an, allerdings legen die Wirte einen Mindestverzehrwert fest. Der Reservierende hinterlegt den entsprechenden Betrag und erhält dafür Verzehrgutscheine. Damit auch spontane Besucher die Chance auf einen Sitzplatz im Festzelt haben, darf jeder Zeltwirt nur eine bestimmte Anzahl von Sitzplätzen reservieren.

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