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Wer mit dem Hund verreist, muss zusätzliche Vorkehrungen treffen, um den Vierbeiner zu schützen. Neben dem Auffrischen des Impfschutzes ist insbesondere der Parasitenschutz sehr wichtig. Worauf bei der Reiseplanung für 2027 und dem Aufenthalt im Ausland geachtet werden sollte, wird im Folgenden erläutert.
Warum ist Parasitenschutz für Hunde auf Reisen wichtig?
Sonne, Strand und Meer – für viele Menschen ein verlockendes Reiseziel im Süden Europas oder am Mittelmeer. Doch neben schönen Stränden und gutem Wetter sind dort auch Parasiten aktiv, die eine Gefahr für Hunde darstellen können. Ein Parasitenschutz für den Hund ist daher im Sommer und besonders auf Reisen essenziell, um gefährliche Infektionskrankheiten zu vermeiden.
Zecken, Mücken, Würmer und Flöhe gibt es nicht nur in Deutschland. Diese Parasiten sind auch in vielen anderen europäischen Ländern ganzjährig aktiv und können Krankheiten auf Vierbeiner übertragen. Eine frühzeitige tierärztliche Beratung vor Reiseantritt ist daher dringend empfohlen.
Welche Reisekrankheiten werden durch Parasiten übertragen?
Krankheitserreger, die überwiegend in Spanien, Griechenland, Portugal oder der Türkei durch Zecken und Mücken übertragen werden, bezeichnet man als Mittelmeerkrankheiten. Da sich auch Hunde im Urlaub in der Mittelmeerregion mit diesen Krankheiten anstecken können, werden sie auch als Reisekrankheiten bezeichnet. Diese Reisekrankheiten können für den Hund besonders gefährlich sein, da sie sich zunächst unbemerkt entwickeln und erst nach der Rückkehr Komplikationen verursachen können.
Zecken übertragene Krankheiten
Zecken können sowohl in Deutschland als auch im Ausland Borreliose-Bakterien und Babesiose auf den Hund übertragen, die ohne Behandlung zum Tod des Tieres führen können. Sobald der Hund von einer Zecke gestochen wurde, sollte diese daher schnell und vorsichtig entfernt werden.
Im Ausland können Zecken Erreger übertragen, die Ehrlichiose, Hepatozoonose und Anaplasmose auslösen können. Bei diesen Krankheiten handelt es sich um gefürchtete Reisekrankheiten. Ein Hund sollte frühestens 2 bis 3 Wochen nach Ankunft in Deutschland durch eine Blutprobe auf diese Krankheiten getestet werden. Ehrlichiose sollte zusätzlich durch eine Harnprobe und nach 7 Tagen erneut getestet werden. Bei Symptomen wie ansteigender Körpertemperatur, Abmagerung oder Appetitlosigkeit bei jungen Hunden sollte der Test auf Hepatozoonose erfolgen.
Mücken übertragene Krankheiten
Mücken wie Sandmücken können nicht eliminierbare Krankheiten wie Leishmaniose übertragen. Leishmaniose ist eine der am meisten gefürchteten Reisekrankheiten, da sie schwerwiegend verläuft und nach einer Infektion immer wieder ausbricht. Eine Untersuchung durch Blut- und Urinproben sollte frühestens 8 Wochen nach Ankunft in Deutschland und anschließend in regelmäßigen Abständen erfolgen.
Durch den Stich einer Stechmücke können Herz- und Hautwürmer übertragen werden, die im schlimmsten Fall zum Tod führen können. Nach der Einreise in Deutschland ist eine Blutuntersuchung des Hundes auf Würmer und Larven empfehlenswert.
Welche Parasitenschutzmittel eignen sich zur Vorsorge?
Für einen entspannten Urlaub ist eine Parasitenprophylaxe für den Hund von großer Bedeutung. Aufgrund der schwerwiegenden Folgen der genannten Reisekrankheiten wird von natürlichen Schutzmitteln abgeraten. Stattdessen sollten chemische Schutzmittel wie apothekenpflichtige Spot-Ons und Halsbänder (Seresto, Advantix und Co) verwendet werden. Diese können Parasiten bereits vor dem Stich abwehren und so gefährliche Reisekrankheiten verhindern. Bei einer Infektion mit Würmern sollten diese möglichst frühzeitig durch Wurmkuren abgetötet werden.
Was ist zusätzlich beim Reisen mit Hund zu beachten?
Neben dem Einsatz von geeigneten Parasitenschutzmitteln gibt es weitere Maßnahmen, die das Risiko einer Infektion minimieren können. Vor und während einer Reise sind folgende Punkte wichtig:
- Dem Hund ausreichend und nur sauberes Trinkwasser bereitstellen.
- Nur Hundefutter kaufen, das den Hygieneanforderungen entspricht.
- Sich vor der Reise über die spezifische Parasiten-Situation des jeweiligen Reiselandes informieren.
- Sich vor der Reise vom Tierarzt professionell beraten lassen, idealerweise vom Mobilen Tierarzt felmo.
- Nach einem Mücken- oder Zeckenstich den Hund sorgfältig behandeln und beobachten.
Mit einer optimalen Parasitenprophylaxe kann das schöne Wetter genossen werden – egal ob zu Hause oder im Urlaub.
Häufige Fragen zu Parasitenschutz für Hunde auf Reisen
Warum ist Parasitenschutz für Hunde im Ausland besonders wichtig?
Im Ausland, besonders in südlichen Regionen, sind Parasiten wie Zecken und Mücken ganzjährig aktiv und können gefährliche Mittelmeerkrankheiten übertragen. Diese Krankheiten sind in Deutschland oft nicht verbreitet und können für Hunde schwerwiegende Folgen haben.
Welche Krankheiten können Zecken auf Reisen übertragen?
Zecken können neben Borreliose und Babesiose auch gefürchtete Reisekrankheiten wie Ehrlichiose, Hepatozoonose und Anaplasmose übertragen. Ein Test auf diese Krankheiten sollte 2 bis 3 Wochen nach der Rückkehr des Hundes erfolgen.
Welche Krankheiten können Mücken im Ausland auf Hunde übertragen?
Sandmücken können die schwerwiegende Leishmaniose übertragen, während Stechmücken Herz- und Hautwürmer verbreiten können. Eine Untersuchung auf diese Krankheiten mittels Blut- und Urinproben wird ab 8 Wochen nach der Reise empfohlen.
Welche Parasitenschutzmittel werden für Reisen empfohlen?
Es wird empfohlen, auf chemische Schutzmittel wie apothekenpflichtige Spot-Ons und Halsbänder (z.B. Seresto, Advantix) zurückzugreifen. Diese wehren Parasiten bereits vor einem Stich ab und können so die Übertragung gefährlicher Reisekrankheiten verhindern.
Was sollte vor einer Reise mit Hund zum Parasitenschutz beachtet werden?
Vor der Reise sollte eine tierärztliche Beratung erfolgen und sich über die Parasiten-Situation im Reiseland informiert werden. Zudem ist es wichtig, nur sauberes Trinkwasser und hygienisch einwandfreies Hundefutter anzubieten.