Hansestadt Stralsund – das Tor zur Insel Rügen

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Die Hansestadt Stralsund, oft als das Tor zur Insel Rügen bezeichnet, vereint auf beeindruckende Weise ihr reiches historisches Erbe mit modernem Flair. Besucher erleben hier das beeindruckende Erbe der Hansezeit, geprägt durch imposante Backsteinkirchen, stolze Bürgerhäuser und das historische Rathaus, eines der bedeutendsten Profanbauten im Ostseeraum.

Die maritime Hafeninsel, belebte Plätze und die Altstadt bieten eine lebendige Atmosphäre. Zahlreiche Cafés und Restaurants laden zum Verweilen ein und bilden einen reizvollen Kontrast zu den steinernen Zeugen vergangener Epochen.

Diese Sehenswürdigkeiten sollten Besucher von Stralsund keineswegs verpassen

Welche historischen Sehenswürdigkeiten prägen Stralsund?

Ein Rundgang durch Stralsund beginnt oft im historischen Zentrum auf dem Marktplatz. Hier steht das Rathaus, das kurz nach der Stadtrechtsverleihung im Jahre 1234 erbaut wurde. Seine filigran durchbrochene Schaufassade mit Türmchen entstand um das Jahr 1400. Im Mittelalter diente das Gebäude nicht nur der Verwaltung, sondern auch dem Handel, wovon Lagerräume im Keller zeugen.

Die St.-Nikolai-Kirche

Direkt neben dem Rathaus befindet sich die St.-Nikolai-Kirche, die Hauptpfarrkirche Stralsunds. Der Baubeginn dieser Backsteinkirche erfolgte um 1270, wobei sie stilistisch eng mit der Lübecker Marienkirche verwandt ist. Mit ihrem zweigeschossigen Wandaufbau gilt sie als eine der qualitätsvollsten Architekturschöpfungen des Mittelalters im Ostseeraum und diente als Vorbild für weitere Sakralbauten in der Region.

Die Stellwagenorgel ist ein weltberühmtes Instrument, welches auch bei Konzerten gehört werden kann

Ursprünglich waren beide Türme gleich hoch. Erst nach einem Brand im 17. Jahrhundert erhielt der Südturm eine barocke Haube. Im Inneren beherbergt die Kirche Kleinode mittelalterlicher Kunst, darunter mehrere Altäre wie den Bergenfahreraltar oder den Bürgermeisteraltar. Das prachtvoll geschnitzte Nowgorodfahrergestühl, eine astronomische Uhr und der Hauptaltar von Andreas Schlüter sind ebenfalls sehenswert.

Das Johanniskloster

Das Johanniskloster wurde 1254 von Franziskanern gegründet und im Laufe der Jahrhunderte mehrfach erweitert. Heute ist hier das Stadtarchiv von Stralsund untergebracht, doch einige Bereiche sind für die Öffentlichkeit zugänglich, darunter der Kreuzgang, der Kapitalsaal und die Barockbibliothek. Im Kreuzgang finden regelmäßig stimmungsvolle Konzerte statt.

Der Marktplatz ist Mittelpunkt der historischen Altstadt

Das Wulflamhaus

Bertram Wulflam, Bürgermeister Stralsunds in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, ließ dieses Haus am Alten Markt im Stil der Backsteingotik errichten. Es besticht durch seinen aufwendig verzierten Giebel. Im Inneren des Gebäudes sind noch Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert erhalten.

Das Katharinenkloster

Dominikaner gründeten dieses Kloster im 13. Jahrhundert. Seine gotischen Bauten sind fast vollständig erhalten geblieben. Nach der Reformation diente es als Gymnasium, Waisenhaus, Arsenal und Zeughaus. Aktuell beherbergt es zwei Museen: das Deutsche Meeresmuseum und das Kulturhistorische Museum.

Im Meeresmuseum Stralsund ist die Ausstellung in einem ehemaligen Kloster untergebracht, was eine besondere Atmosphäre schafft. Das Skelett eines Finnwals fügt sich hervorragend in eine Apsis ein und veranschaulicht dessen enorme Dimensionen. Das Kulturhistorische Museum zeigt Dokumente zur Stadtgeschichte sowie Kunstwerke, darunter Gemälde der Romantiker Casper David Friedrich und Philipp Otto Runge.

Blick über die Altstadt mit den roten Dächern

Die Marienkirche

Die 1298 erstmals erwähnte St.-Marien-Kirche zählt zu den imposantesten spätgotischen Bauwerken Mitteleuropas. Mit ihrem heute von einer Barockhaube bekrönten Turm war die Kirche von 1625 bis 1647 mit 151 Metern sogar eines der höchsten Gebäude der Welt.

Der Innenraum beeindruckt durch seine gewaltigen Ausmaße. Große Teile der mittelalterlichen Ausstattung gingen durch Ereignisse wie den Bildersturm, Kriegsplünderungen und Brände verloren. Zu den kostbarsten Stücken gehört die Stellwagenorgel von 1659, die das Mittelschiff ziert. Stuckaturen, Säulen und filigrane Bogen tragen zu einem eindrucksvollen Raumerlebnis bei.

Die Jakobikirche

Die Jakobikirche, deren Bau sich über das 13. und 14. Jahrhundert erstreckte, ist ein weiteres bedeutendes Zeugnis der Backsteingotik. Ihr einziger, sehr mächtiger Turm erhebt sich über dem Eingangsportal. Die Kirche erlitt im Zweiten Weltkrieg schwere Schäden und wurde erst in den 1990er Jahren sorgfältig restauriert. Heute dient sie als Ort für Konzerte, Theateraufführungen, Ausstellungen und Märkte.

Imposant wirken die Giebelhäuser von Stralsund, die in fast jeder Straße zu bewundern sind

Was bietet das maritime Stralsund für Familien und Naturfreunde?

Die maritime Geschichte und die Nähe zum Meer prägen Stralsund bis heute. Besonders das Hafengebiet und die modernen Attraktionen bieten vielseitige Erlebnisse.

Das Ozeaneum Stralsund

Als Erweiterung des Deutschen Meeresmuseums wurde das Ozeaneum Stralsund 2008 eröffnet. Mit knapp 40 Aquarien, die insgesamt sechs Millionen Liter Wasser fassen, bietet es auf einer 8700 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche Lebensraum für über 7000 Arten.

In zahlreichen, unterschiedlich großen Aquarien wird der Lebensraum von Ost- und Nordsee mit all seinen Bewohnern vorgestellt, darunter Seegraswiesen, Kreideküsten sowie Schären- und Wattenmeer. Es gibt auch Sonderausstellungen, die den Schutz des Lebensraums Meer thematisieren. Besonders attraktiv sind Nachbildungen gigantischer Meerestiere. Für den Besuch können Online Tickets erworben werden, um Wartezeiten zu vermeiden.

Im Stadthafen legen Fährschiffe nach Hiddensee ab, und Hafenrundfahrten sind beliebt. Das Lotsenhaus, ein denkmalgeschütztes Bauwerk mit bis zu zwei Meter dickem Mauerwerk, ist ebenfalls sehenswert. Eine besondere Attraktion ist die dreimastige „Gorch Fock I“, ein 1933 gebautes Segelschiff, das seit 2003 in Stralsund liegt.

Welche jährlichen Höhepunkte gibt es im Veranstaltungskalender?

Stralsund bietet das ganze Jahr über eine Vielzahl von Veranstaltungen, die sowohl kulturelle als auch sportliche Interessen ansprechen. Diese Feste spiegeln oft die reiche Geschichte und maritime Verbundenheit der Stadt wider.

Wallensteintage in Stralsund

Ein bedeutendes Stück Stralsunder Geschichte wird bei den Wallensteintagen im Juli jedes Jahr aufs Neue lebendig. In diesen Tagen hält das Mittelalter wieder Einzug in die Stadt, und Gaukler, Akrobaten, Tanz und Gesang entführen Besucher in eine längst vergangene Zeit.

Im Jahre 1628, während des Dreißigjährigen Krieges, belagerte General Wallenstein mit seinen kaiserlichen Truppen Stralsund und forderte die Bürger zur Kapitulation auf. Doch die Stadt hielt mit Unterstützung schwedischer Truppen unter Gustav II. der Belagerung stand. Wallenstein musste kapitulieren und sich aus Pommern zurückziehen. Diesen Sieg feiern die Stralsunder jedes Jahr aufs Neue.

Vereistes Wasser, schneebedeckte Straßen und Häuser verleihen Strassnitz im Winter ein romantisches Flair

Das Sundschwimmen im Strelasund

Jedes Jahr findet das beliebte Sundschwimmen statt. Dabei stürzen sich zahlreiche Schwimmer in Altefähr auf Rügen in die Fluten, mit dem Ziel, das 2,3 km entfernte Seebad in Stralsund zu erreichen. Das Sundschwimmen über den Strelasund hat längst Tradition und wurde bereits über 50 Mal ausgetragen.

Der Strelasund, ein Meeresarm der Ostsee, ist an manchen Stellen über 10 Meter tief und ein beliebtes Sportlerrevier für Angler, Segler, Surfer und Schwimmer. Wer diesen Wasserweg mit eigener Muskelkraft von der Insel zum Festland überwinden möchte, sollte sich rechtzeitig für dieses Event anmelden, da die Nachfrage bei begrenzter Teilnehmerzahl sehr hoch ist.

Die angemeldeten Wettkämpfer werden nach Altefähr gebracht und anschließend zu Wasser gelassen. Der Gesamtsieger erhält einen Wanderpokal, der bei drei Siegen in Folge in Besitz bleibt. Das traditionelle Sundschwimmen ist nicht nur für die Aktiven ein Highlight, sondern auch für Zuschauer von beiden Häfen aus oder vom Rügendamm.

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Warum ist Stralsund ein UNESCO-Welterbe?

Die Hansestadt Stralsund ist zu Recht im UNESCO-Welterbe gelistet. Ihr historisches Stadtbild mit zahlreichen Museen und Kirchen ist beeindruckend und gut erhalten. Die einzigartige Backsteingotik, die von der einstigen Macht und dem Reichtum der Hansezeit zeugt, prägt das Stadtbild maßgeblich. Diese architektonische Einheit und die authentische Darstellung der mittelalterlichen Stadtanlage sind von außergewöhnlichem universellen Wert. Als „Tor zur Insel Rügen“ bietet die Stadt zudem eine Vielzahl von Veranstaltungen und ansprechende kulinarische Angebote.

Häufige Fragen zu Stralsund

Was ist das Besondere am Stralsunder Rathaus?

Das Stralsunder Rathaus ist eines der bedeutendsten Profanbauten im Ostseeraum. Es zeichnet sich durch seine filigran durchbrochene Schaufassade mit Türmchen aus, die um 1400 errichtet wurde. Im Mittelalter diente es nicht nur der Verwaltung, sondern auch dem Handel.

Welche Museen gibt es im Katharinenkloster?

Im Katharinenkloster, dessen gotische Bauten fast vollständig erhalten sind, sind heute zwei Museen untergebracht: das Deutsche Meeresmuseum und das Kulturhistorische Museum. Das Meeresmuseum beeindruckt mit dem Skelett eines Finnwals in einer Klosterapsis, während das Kulturhistorische Museum Stadtgeschichte und Kunstwerke zeigt.

Was ist die Gorch Fock I?

Die Gorch Fock I ist ein dreimastiges Segelschiff, das 1933 für die Reichsmarine gebaut wurde. Seit 2003 liegt das historische Schiff im Stadthafen von Stralsund und ist eine besondere Sehenswürdigkeit für maritime Interessierte.

Wie oft finden die Wallensteintage statt?

Die Wallensteintage sind ein jährliches Ereignis im Juli, bei dem die Hansestadt Stralsund den Sieg über die Belagerung Wallensteins im Jahr 1628 feiert. Die Veranstaltung lässt das Mittelalter mit Gauklern, Akrobaten und historischen Darbietungen wieder aufleben.

Wo liegt das Ozeaneum?

Das Ozeaneum befindet sich auf der Stralsunder Hafeninsel und ist eine Erweiterung des Deutschen Meeresmuseums. Es verfügt über eine 8700 Quadratmeter große Ausstellungsfläche mit fast 40 Aquarien, die den Lebensraum Ost- und Nordsee darstellen.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde redaktionell erstellt und KI-gestützt aufbereitet. Abbildungen sind teilweise KI-generiert und dienen der Illustration.