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Eine mehrtägige Radtour auf den Philippinen findet auf der Insel Mindoro eine ideale Kulisse. Die Route führt durch beeindruckende Landschaften mit weißen Stränden, hohen Bergen und ländlichem Charme, nur wenige Stunden von der Metropole Manila entfernt. Die hier beschriebene Tour, zuletzt aktualisiert für 2027, ist eine Entdeckungsreise durch Natur und Kultur.
Wie gestalten sich die Anreise und der Start der Radtour?
Die Anreise erfolgt typischerweise von Cebu über Manila. Von dort geht es mit einem Minibus in die Küstenstadt Batangas im Südwesten der Insel Luzon. Nach der Ankunft in Batangas erfolgt der Check-in für die Fähre nach Abra de Ilog, dem Startpunkt für die Erkundung von West-Mindoro.
Die Annäherung an Mindoro ist beeindruckend: weiße Strände erstrecken sich vor hohen, dicht bewachsenen Bergen. Nach der Ankunft im Hafen wird ein Transport für die 38 Kilometer nach Mamburao organisiert, wobei die Fahrräder auf dem Dach verstaut werden. In Mamburao beginnt die eigentliche Radtour mit der Suche nach einer passenden Unterkunft.
Sollte die Suche nach einem Beach Resort bei Einbruch der Dunkelheit erfolglos bleiben, bietet sich im Zentrum das Travellers Inn Hotel als einfache und saubere Alternative an. Ein interessanter Aspekt der lokalen Kultur ist die offene Neugier der Einheimischen. So stößt das Konzept, einfach mit dem Fahrrad durch das Land zu reisen, um Leute und Kultur kennenzulernen, mitunter auf erstaunte Nachfragen zur „Mission“ der Reisenden.
Praktische Hinweise für den Start
- Abra de Ilog: Hier gibt es keine direkten Übernachtungsmöglichkeiten.
- Mamburao: Das Travellers Inn Hotel im Zentrum ist eine gute Option.
- Strecke Abra de Ilog – Mamburao: 38 km, komplett flach und asphaltiert.
- Höhenmeter: ca. 20 Meter.
Welche Herausforderungen bietet die Etappe nach Sablayan?
Die zweite Etappe führt von Mamburao über 25 flache und landschaftlich reizvolle Kilometer nach Santa Cruz. Von dort sind es regulär 61 Kilometer bis Sablayan. Es existiert jedoch eine Abkürzung, die etwa 15 Kilometer einspart. Diese Abzweigung befindet sich nahe dem Dorf Pagasa bei Kilometer 56 am Friedhof.

Der „Short Cut“ beginnt mit sechs Kilometern Feldweg, gefolgt von der Durchquerung zweier Flüsse, bei denen nasse Schuhe einkalkuliert werden müssen. Wichtig: In der Regenzeit sind diese Flüsse unpassierbar. Anschließend führt die Route zurück auf die Hauptstraße. Etwa 10 Kilometer vor Sablayan ist eine Begegnung mit jungen Männern des Mangyan-Stammes möglich, die den traditionellen Lendenschurz, „Ba-ag“ genannt, tragen.
Mindoro fasziniert mit seiner beeindruckenden Landschaft, den bis zu 2.600 Meter hohen Bergen im Landesinneren und dem ländlichen Charakter. All das befindet sich nicht einmal drei Stunden entfernt von der Millionenstadt Manila.
Praktische Hinweise zur Etappe
- Streckenlänge: 86 km (regulär) bzw. 72 km (mit Abkürzung). Die Strecke ist generell eben mit einigen rollenden Abschnitten.
- Unterkünfte: Etwa 3 km nach Santa Cruz liegt das Grand Creek Resort mit Swimmingpool. In Sablayan bieten sich das Resort “Gustav’s Place” oder das “Pandan Island Resort” an.
- Höhenmeter: ca. 250 Meter.
Lohnt sich ein Ausflug zum Apo Reef und nach Pandan Island?
Wer West-Mindoro bereist, sollte sich auf jeden Fall eine Tagestour zum Apo Reef gönnen. Das Riff ist von Sablayan aus in einer zweistündigen Bootsfahrt erreichbar. Dort bestehen fantastische Möglichkeiten, beim Schnorcheln und Tauchen Haie und Schildkröten zu beobachten. Eine kleine Insel mit weißem Sandstrand am Riff lädt zu einer malerischen Mittagspause ein.

Auf dem Rückweg bietet es sich an, sich auf der Insel Pandan absetzen zu lassen. Diese kleine Insel ist nur 15 Minuten mit dem Boot von Sablayan entfernt. Hier befindet sich das Pandan Island Resort, eine sehr einfache Anlage, die teilweise Salzwasser zum Duschen und eingeschränkte Elektrizität durch Solarenergie bietet.
Ein Ruhetag auf Pandan Island kann zum Entspannen, Massieren und Schnorcheln genutzt werden. Am Hausriff des Resorts leben permanent etwa zehn große Schildkröten, von denen bei jedem Schnorchelgang mehrere zu sehen sind. Zudem lassen sich, besonders morgens und abends, zahlreiche „Blue Spotted Stingrays“ (Blaupunktrochen) beobachten.
Was erwartet Radfahrende auf dem Weg nach Concepcion?
Nach zwei Ruhetagen geht die Tour weiter in Richtung Süden. Die ersten 21 Kilometer sind flach und einfach zu radeln. Die Route führt über eine breite Brücke, die ein ausgetrocknetes Flussbett überspannt – ein Indiz für die Wassermassen, die hier in der Regenzeit von den Bergen ins Meer fließen.

Nach der Brücke bietet sich ein lohnenswerter Umweg von sechs Kilometern (einfache Strecke) zu einem „einzigartigen“ offenen Gefangenenlager an. In dieser Einrichtung können Gefangene mit geringer und mittlerer Haftstrafe tagsüber draußen arbeiten und ein relativ normales Leben führen. Ein Mittagessen in einem kleinen Restaurant, bedient von einem Insassen, bietet einen Einblick in dieses Resozialisierungsprojekt.
Zurück auf der Hauptstraße sind es noch 16 Kilometer in südlicher Richtung bis zum Apo Reef Club, dem Quartier für die nächste Nacht in der Nähe von Concepcion.
Wie verläuft die Route durch Reisfelder nach San Jose?
Die nächste Etappe führt weiter entlang der Westküste von Concepcion nach Calintaan (15 km) und von dort weitere 17 km nach Rizal. Dieser Tag ist geprägt von wunderschönem Radeln entlang und durch große Reisfelder. Als Übernachtungsmöglichkeiten bieten sich das Bulaong (in Concepcion), der Apo Reef Club oder das neuere Mindoro Palms Resort mit hohem Standard an.

Von Rizal nach San Jose sind es weitere 19 Kilometer. San Jose ist eine größere Stadt mit einem Flughafen, der Verbindungen nach Manila anbietet. Von hier aus gibt es auch Bootsverbindungen nach Abra de Ilog und Sablayan.
Eine Weiterfahrt führt nach Magsaysay, das 11 Kilometer entfernt liegt. Diese Strecke kann durch extremen Gegenwind sehr anstrengend werden. In Magsaysay findet sich das Hill Side Farm Resort als Rastplatz.
Praktische Hinweise für die Region San Jose
- Übernachtung: Die beste Auswahl an Hotels und Resorts in dieser Gegend bietet San Jose. Das Sikatuna Beach Hotel ist eine empfehlenswerte Option.
Was kennzeichnet die finale Etappe nach Bulalacao?
Die letzte Etappe der Radtour erstreckt sich über 40 Kilometer von Magsaysay nach Bulalacao. Die ersten 20 Kilometer sind einfach und flach, begleitet von leichtem Gegenwind. Danach ändert sich das Terrain dramatisch: Die Straße wird extrem steil und führt auf eine Höhe von 300 Metern über dem Meer.
Die Anstrengung wird jedoch belohnt, denn ein super Ausblick ist garantiert. Nach dem Anstieg folgt die Abfahrt auf die Ostseite von Mindoro. Auf dem Weg wird ein kleines Dorf durchquert, dessen Einwohner eine Mischung aus Filipinos und Angehörigen des Ratagnon-Stammes sind.
Die letzten 10 Kilometer nach Bulalacao verlaufen entlang der Küste und bieten zahlreiche Gelegenheiten für faszinierende Fotos. Bulalacao ist ein kleines, schönes Küstendorf, in dem mit etwas Glück ebenfalls Stammesangehörige auf dem Markt oder auf der Straße zu sehen sind.
Abreise und weitere Etappen
Für die Weiterreise kann von Bulalacao ein Minibus nach Roxas genommen werden. Von Roxas aus gibt es eine vierstündige Bootsverbindung direkt nach Caticlan auf der Insel Panay. Von dort aus kann die Rückreise, beispielsweise nach Cebu, angetreten werden.
- Strecke Bulaclao – Mansalay: 31 km, rollend mit einem Anstieg.
- Strecke Mansalay – Roxas: 18 km.
- Höhenmeter (Magsaysay – Bulalacao): ca. 550 m.
Häufige Fragen zur Radtour auf Mindoro
Wie erfolgt die Anreise zum Startpunkt der Radtour?
Die Anreise erfolgt über Manila mit einem Minibus nach Batangas. Von dort aus wird eine Fähre nach Abra de Ilog auf West-Mindoro genommen, von wo aus ein organisierter Transport zum Startort Mamburao führt.
Ist die Radroute auf Mindoro körperlich sehr anspruchsvoll?
Die Route ist größtenteils flach und gut zu bewältigen. Lediglich die letzte Etappe nach Bulalacao beinhaltet einen steilen Anstieg auf 300 Höhenmeter, der aber mit einer großartigen Aussicht belohnt wird.
Was sind die wichtigsten Natur-Highlights abseits des Radfahrens?
Ein absolutes Highlight ist eine Bootstour zum Apo Reef, wo das Schnorcheln und Tauchen mit Haien und Meeresschildkröten möglich ist. Auch das Hausriff von Pandan Island ist bekannt für seine große Population an Schildkröten.
Gibt es auf der Tour besondere kulturelle Erlebnisse?
Ja, die Tour ermöglicht Begegnungen mit indigenen Völkern wie den Mangyan und Ratagnon. Ein einzigartiges Erlebnis ist zudem der Besuch eines offenen Gefangenenlagers, das einen Einblick in ein besonderes Resozialisierungsprojekt bietet.
Was ist bei der Planung bezüglich der Jahreszeit zu beachten?
Die Tour sollte außerhalb der Regenzeit geplant werden. Insbesondere auf der Abkürzung zwischen Santa Cruz und Sablayan können zwei Flüsse während der Regenzeit unpassierbar werden und eine längere Alternativroute erfordern.